Landkreis Hersfeld-Rotenburg:
Ferienstätte Schwaltenweiher wird Kinderklinik

Regionales

Ein Artikel von Redaktion

Die kreiseigene Erholungsstätte Schwaltenweiher in Seeg (Allgäu) ist für rund 2,5 Millionen Euro verkauft worden. Die neue Eigentümerin möchte hier eine Klinik für psychisch kranke Kinder und Jugendliche errichten. Die Immobilie (4000 Quadratmeter Nutzfläche und mit Blick auf die Alpen) ist am Donnerstag an die Käuferin übergeben worden.

„Ich freue mich sehr, dass wir den Kaufvertrag nun umsetzen konnten und die Zahlung inzwischen bei uns eingegangen ist“, freut sich Landrat Dr. Michael Koch. Im Herbst hatte er persönlich Gespräche mit seiner Amtskollegin im Ostallgäu, Landrätin Maria Rita Zinnecker, und der Kaufinteressentin geführt, um die Verhandlungen voranzubringen. „Ich halte es für sinnvoller, Geld des Kreises auch bei uns in der Region zu investieren“, argumentiert Koch und ergänzt: „Der Verkaufserlös ist bereits fest im aktuellen Haushalt eingeplant, es gibt also keine neuen, freien Spitzen bei den Finanzen.

Neben dem Erlös aus dem Verkauf der Immobilie spart der Kreis in Zukunft hohe Vorhaltekosten. Wegen dieser Kosten und Zuschüsse war die Erholungsstätte Schwaltenweiher von 2007 bis Ende 2011 verpachtet worden. Zuvor erfolgte der Betrieb durch den Eigenbetrieb Jugend- und Freizeiteinrichtungen des Kreises. Selbst während der Zeit des Leerstands summierten sich Instandhaltungskosten, Heizung und Winterdienst auf knapp 80.000 Euro pro Jahr. Deshalb hatte der Kreistag 2012 beschlossen, die Immobilie im Allgäu zu verkaufen.

Außer der nun veräußerten Immobilie in Schwaltenweiher besitzt der Kreis noch eine Erholungseinrichtung in Meeschendorf auf der Insel Fehmarn und den Jugendhof in Rotenburg. Die Ferien- und Freizeitanlage „Rießerkopfhütte“ bei Garmisch-Partenkirchen ist bereits 2008 verkauft worden.

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