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Landrat und Bürgermeister für Verzicht von Kita-Gebühren

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Alle, die in der Corona-Krise keinen Anspruch auf eine Notbetreuung haben, sollen vorerst keine Kita- beziehungsweise Betreuungskosten zahlen. Das wollen Landrat Dr. Michael Koch und Harald Preßmann, der Sprecher aller Bürgermeister im Landkreis Hersfeld-Rotenburg, ihren jeweiligen Gremien vorschlagen.

Infolge der Corona-Krise sind die Kitas und Schulen seit nunmehr zwei Wochen geschlossen, Elternbeiträge müssen für März trotzdem gezahlt werden. Für April sollen Eltern damit entlastet werden. „Wir möchten auf diese Gebühren bei all denjenigen verzichten, die ihre Kinder derzeit nicht in die Kitas beziehungsweise zur Betreuung in die Schulen bringen können“, erklären Landrat Dr. Koch und Bürgermeistersprecher Harald Preßmann. Ausgenommen seien Eltern, die ihre Kinder in die Notbetreuung bringen. Derzeit dürfen Kitas und Schulen nur eine Notbetreuung anbieten für Kinder, deren Eltern in systemrelevanten Berufen arbeiten, zum Beispiel in der Pflege und im medizinischen Bereich.

„Wir werden unseren jeweiligen Gremien – dem Kreisausschuss, den Gemeindevorständen und Magistraten – vorschlagen, die Kita-Gebühren und Betreuungskosten in den Schulen vorerst auszusetzen“, präzisieren die Kommunalpolitiker: „Das ist eine wichtige Botschaft für Familien. Wir wollen Eltern nicht für etwas zahlen lassen, was sie zurzeit nicht in Anspruch nehmen können.“ Zugleich bitten die Kommunalpolitiker das Land, die in diesem Zusammenhang anfallenden Kosten zu übernehmen. „In Zeiten wegbrechender Gewerbesteuereinnahmen wäre dies nur folgerichtig“, so Harald Preßmann. 

Dieser Vorgehensweise wollen sich die nicht kommunalen Träger, Arbeiterwohlfahrt sowie die Evangelische und Katholische Kirche ebenfalls anschließen.