Bad Hersfeld:
Zu schnell ins Wochenende - 544 mal zu schnell

Blaulicht

Ein Artikel von Redaktion (pm)

"Schnell ins Wochenende" dachte sich vermutlich ein Renault-Fahrer aus dem Wartburgkreis, als er am vergangenem Freitagabend die Autobahn 4 in Höhe Bad Hersfeld in Richtung Dresden befuhr. In Bereich der "Alten Autobahnmeisterei"

war zu diesem Zeitpunkt erstmalig eine mobile Radarmessstelle der Autobahnpolizei Bad Hersfeld eingerichtet worden. 173 km/h zeigte das Auswertedisplay nach Auslösen des Radargerätes an, erlaubt sind dort für PKW nur

100 km/h! Nach Abzug von 6 km/h Toleranz verbleiben 67 km/h Überschreitung. Dem Fahrer wird demnächst ein Bußgeldbescheid über 440 Euro, 2 Punkte in Flensburg sowie ein zweimonatiges Fahrverbot erwarten.

Geschwindigkeitsüberwachung zur Nachtzeit auf der Autobahn 4

Vorrangig führt die Autobahnpolizei Geschwindigkeitsüberwachungen auf den hiesigen Autobahnen zur Verhinderung von schweren Verkehrsunfällen durch.

Daneben kann aber auch die Verkehrsüberwachung zum Schutz der Bevölkerung vor Gesundheitsbeeinträchtigungen, insbesondere durch Lärm oder Abgase, dienen.

Am vergangenem Freitagabend richtete die Polizeiautobahnstationen deshalb eine mobile Geschwindigkeitsmessstelle auf der Autobahn 4 in Höhe der "Alten Autobahnmeisterei Bad Hersfeld" durch. Für PKW beträgt die zulässige Geschwindigkeit in diesem Streckenbereich 100 km/h. Für LKW sind höchstens 80 km/h erlaubt, im Zeitraum 22:00 Uhr bis 06.00 Uhr nur 60 km/h. Während der etwa neunstündigen Messung wurden von den ca. 6.500 angemessenen Fahrzeugen 544 mit Verstößen registriert. 24 Fahrzeugführer müssen mit einem Fahrverbot rechnen.

Die Verstoßquote in der Messzeit vor 22:00 Uhr lag bei etwa 4,5 Prozent. Nach 22.00 Uhr stieg diese auf 22 Prozent an. "Die Messungen, auch zur Nachtzeit, werden regelmäßig fortgeführt. Derzeit werden die Voraussetzung geprüft, dort den Geschwindigkeitsmessanhänger zur langfristigen Überwachung einzusetzen.", so EPHK Jürgen Gleitsmann, Leiter der Polizeiautobahnstation Bad Hersfeld.