Heringen (Werra):
Und es geht doch weiter: Kirmes in Kleinensee ein toller Erfolg

Kunst, Kultur & Soziales

Ein Artikel von Guido Kamm

Noch im letzten Jahr deutet sich das Ende einer Tradition im Heringer Stadtteil Kleinensee an, als der mitgliederstärkste Verein, der SV Kleinensee im Jahr 2017 die Kirmes veranstaltete.

Zunächst fand sich kein Verein, das bis dato über vier Tage hinweg gefeierte Heimatfest zu organisieren und auch personell zu stemmen. Bedingt durch immer höhere Ausgaben nicht zuletzt durch gestiegene Preise für Gema, Musik trugen schon manche der Festzugsteilnehmer im letzten Jahr das beliebte Fest zu Grabe (wir berichteten).

Aber dann kam ein paar Monate später die Wende, der nur 56 Mitglieder zählende Förderverein der Feuerwehr erklärte sich bereit, die Mission Kirmes 2018 anzugehen. Mit einem leicht modifizierten Kirmesprogramm ging es am vergangenen Freitag mit einem Gottesdienst in der Kleinenseer Kirche los.

Pfarrer Rhode rief hierbei zum feiern in der „Schlottenhalle“ auf, um die Sorgen und Ängste des Alltags zu vergessen. Und als hätte ganz Kleinensee seinen Worten gelauscht, wurde es ein tolles Fest, bei dem Jung und Alt auf den Beinen waren.

Nach dem traditionellen Fackelzug folgte am Freitagabend eine Kirmesdisco, die manchen ehemaligen Kleinenseer wieder in die Heimat führte.

Am Samstag dann ein weiteres Highlight: der Kirmestanz mit dem Olmrausch Trio, welches die Kirmesbesucher beim Dappchenball bis tief in die Nacht in seinen Bann zog.

Nach dem Umspielen im Dorf am Sonntagmorgen folgte der schon fast legendäre Kirmesumzug durch die Kleinenseer Straßen. Dabei wurden aktuelle Themen, die die Kleinenseer bewegen, auf Motivwagen dargestellt.

Egal ob die neue Trägerschaft des Dorfgemeinschaftshauses durch den Schlottentreff oder zahlreiche Motive rund um die Feuerwehr, wie zum Beispiel die heißeste Nummer der Kindergartenmütter: 112.

Aber auch ein simples „Danke Feuerwehr“ der Gymnastikdamen zeigte das, was viele Kleinenseer dachten und auch im Nachgang bewegt: eine kleine Crew von knapp 25 Freiwilligen der örtlichen Feuerwehr stemmte eine tolle dreitägige Kirmes in Eigenregie.

Und selbst der Heringer Bürgermeister Daniel Iliev sowie der erste büroleitende Beamte Michael Ernst ließen es sich nicht nehmen, die Feuerwehr am Freitagabend beim Thekendienst zu unterstützten.

So macht dörfliche Gemeinschaft Spaß und zeigt, wie wichtig eine funktionierende Feuerwehr auch im kulturellen Leben eines kleinen Ortes ist.

Nachfolgend zahlreiche Impressionen aus den letzten Tagen.

Bilderbogen

Alle Fotos: Lisamarie Kamm