Heringen (Werra):
Haldenbegrünung: SPD Heringen steht zur Kaliindustrie

Politik

Ein Artikel von Redaktion (pm)

Das Land der weißen Berge wird in den kommenden Jahrzehnten sein Gesicht verändern. Der Vier-Phasen-Plan zur Salzabwasser-Reduzierung sieht unter anderem vor, dass die Halde an dem Kali-Standort Wintershall abgedeckt und begrünt wird.

Hierfür mussten in der vergangenen Heringer Stadtverordnetenversammlung einleitende Maßnahmen gefasst werden. Darunter waren ein Aufstellungsbeschluss zur Änderung des Flächennutzungsplanes und ein Zielabweichungsbeschluss zu einer Änderung in ein Gewerbe- und Industriegebiet erforderlich. Ein fehlender Beschluss über die gesetzlich vorgeschriebenen Maßnahmen würde das Unternehmen K+S mit den Planungen mitunter Jahre zurückwerfen.

Der Stadtverband der SPD Heringen zeigt sich daher sehr verwundert über einen Absetzungsantrag der WGH-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung. „Erneut hat die WGH ohne Not die hiesige Kaliindustrie an den Pranger gestellt. Wenn die WGH versucht, politischen Nutzen zu ziehen, dann sollte sie sich lieber andere Themen suchen; wenn die WGH aber die Kaliindustrie bekämpfen möchte und damit die wirtschaftliche Gegenwart und Zukunft der Stadt, dann sollte sie es doch einfach sagen“, bemerkt Bernd Maus, SPD Stadtverbandsvorsitzender. Und weiter: „Zweimal wurde das Unterfangen von Kompetenten Mitarbeitern des Unternehmens – im Magistrat und Fachausschuss – vorgestellt, selbst in der Stadtverordnetenversammlung waren die Experten anwesend; Fragen kamen von Seiten der WGH jedoch keine. Hier muss man ganz klar Blockade und Vorsatz unterstellen.“

Solch unverständliches politisches Gebaren führe zu einer Gefährdung des Standortes und damit der gesamten Region. Für Maus sei es unfassbar, dass sich WGH-Mitglieder lieber von einem Kali-Gegner vor den Karren spannen ließen, als sich für die Belange der Stadt einzusetzen. Dass ein Ausgleich zwischen Bürgerwünschen und Kaliindustrie möglich sein wird, dafür setze sich die SPD ein. „Wir haben in einer Protokollnotiz die Vereinbarkeit der Haldenbegrünung mit dem Wohlergehen der betroffenen Anlieger verankert. Hier wird festgelegt, dass 90% des Abdeckmaterials, das für die Haldenabdeckung benötigt wird, über die Bahn bis zum Standort Wintershall erfolgt“, erklärt der Vorsitzende der SPD Fraktion, Alfred Rost.

Die SPD in Heringen setzt sich für vernünftige Kooperation und Kommunikation mit politisch Tätigen, Bevölkerung und Unternehmen ein. Erst kürzlich hat eine Studie ergeben, dass rund 4400 ein Viertel der Mitarbeiter des Werks Werra aus Heringen kommen. Ein Vielfaches aus dem regionalen Mittelstand profitiere zusätzlich vom Unternehmen. Das Werk zahlt jährlich 231 Millionen Euro Löhne und Gehälter. 2015 vergab K+S zudem Aufträge über 158,2 Millionen Euro an mittelständische Betriebe in der Region. Besonders hart träfe ein Ende die Stadt Heringen. Unbeirrt von den Stimmungsbildern aus den politischen Gremien und Pressesprecherberichten wird die SPD in Heringen auch weiterhin ihren Kurs weiter fortführen.

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