Heringen (Werra):
Heringen sagt "Nein" zum Schulentwicklungsplan des Landkreises

Politik

Ein Artikel von Redaktion (pm)

Mit aller Deutlichkeit stellen sich Stadt, Elternvertreter und Kommunalpolitiker gegen die Pläne des Landkreises, die Grundschule Wölfershausen schließen zu wollen. Dies wurde in einem heute stattgefundenen Gespräch zwischen Elternvertretern, Förderverein der Grundschule, Bürgermeister und Fraktionsvorsitzende des Heringer Stadtparlaments sowie Vertretern des Ortsbeirates Wölfershausen deutlich. Die Teilnehmer des Gespräches zeigten wenig Verständnis für die angedachte Schulschließung in Wölfershausen, zumal erst kürzlich bekannt wurde, dass Gelder in die Schulsanierung im Landkreis fließen sollen. Das Werratal bleibe allen Anschein nach mal wieder auf der Strecke, zeigten sich die Teilnehmer verärgert.

Heringens Bürgermeister begleitet die Pläne des Landkreises bereits seit Anfang des Jahres kritisch: „Nun zeigt es sich, dass wir hier vor Ort froh sein können, dass wir uns frühzeitig in die Diskussion eingeklinkt und uns gegen die Pläne der Schulschließung in Wölfershausen ausgesprochen haben. Jedoch bin ich etwas enttäuscht, dass seit Bekanntwerden der Pläne des Landratsamtes keinerlei Kommunikation mit den Verantwortlichen vor Ort gesucht wurde.“ Nun sei das Kind schon fast in den Brunnen gefallen, bemängelt Iliev.

Für die Beteiligten der heutigen Gesprächsrunde war klar: wir lassen das Werratal nicht ausbluten. „Kurze Beine, kurze Wege“, sei das Motto. Abgesehen von den Zahlungen an Schulumlage an den Landkreis der letzten Jahre im Millionenbereich, würde eine Schließung der Grundschule in Wölfershausen klare Einbußen an der Qualität der Bildung in Heringen nach sich ziehen. Derzeit wird das Angebot der Schule über den grünen Klee gelobt. Durch den Wegfall der Schule würden, so die Befürchtung der heutigen Runde, weite Teile dieses hervorragenden Angebotes (z.B. Pakt am Nachmittag) einfach zerschlagen. Schleierhaft ist auch, wie die Schülerzahlen räumlich an der Hauptstelle kompensiert werden sollen. Faktisch ist kein Raum dort zur Verfügung. Und zu guter Letzt werden die Vereine, die die Turnhalle nutzen, im Regen stehen gelassen. Dies lässt sich Heringen nicht bieten.

Bürgermeister Iliev bittet deshalb so viele Bürgerinnen und Bürger Heringens wie möglich an der Info-Veranstaltung des Landkreises am kommenden Donnerstag teilzunehmen. Am 5. Oktober erläutert der Landrat ab 16.30 Uhr den Schulentwicklungsplan in der Aula der Grundschule Heringen. „Die Grundschule in Wölfershausen bleibt“, adressieren die Elternvertreter sowie das politische Heringen ihre Forderung an Landkreis und Kreistag.

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