Heringen (Werra):
Heringen setzt aufs Ried

Politik

Ein Artikel von Redaktion

Strategische Neuausrichtung im Lebensmitteleinzelhandel mit Iliev

Vor allem im Lebensmitteileinzelhandel ist Heringen (Werra) durch Filialschließungen, verglichen mit den umliegenden Gemeinden, in den letzten Jahren deutlich ins Hintertreffen geraten. Daher ist es für Bürgermeister Daniel Iliev an der Zeit, das Thema mit Nachdruck anzupacken und sich strategisch neu aufzustellen. „Dabei muss es uns darum gehen, zunächst einmal den notwendigen Aufholprozess erfolgreich zu gestalten und den entstandenen Rückstand soweit möglich aufzuholen“, führt der Bürgermeister aus und fährt fort: „Da das alles kein Wunschkonzert ist und wir direkt in der Innenstadt weder die benötigten Flächen noch die finanziellen Mittel haben, sind wir im Moment schwerpunktmäßig im Bereich des „Ried“ tätig.“

Parallel dazu soll in den kommenden Jahren die Innenstadt stabilisiert und entwickelt werden. "Da trifft es sich gut, das wir in Heringen nach der Aufnahme in das Programm Stadtumbau über das richtige Werkzeug verfügen, um die Innenstadt attraktiver zu gestalten. Internethandel und demographischer Wandel machen und das Leben in Kleinstädten schwer genug, da müssen wir nachhaltig ran", blickt der Rathauschef in die Zukunft.

Wenn die Stadtverordnetenversammlung am 22.06.2017 die 2. Änderung des Bebauungsplans Nr. 20 „Im Ried“ als Satzung beschließt, geht es einen Riesenschritt vorwärts. Dann hat die Stadt alle Voraussetzungen für einen Baubeginn des neuen ALDI-Marktes und der Erweiterung des REWE-Marktes geschaffen. Damit gibt es im Lebensmittelhandel seit Jahren zum ersten Mal eine gute Nachricht für die Heringer Bürgerinnen und Bürger.

Aber damit nicht genug, denn es soll mit der Ansiedlung eines Drogerie-Fachmarktes in der ehemaligen LIDL-Filiale und direkt daran angrenzend der Errichtung eines weiteren Lebensmittelmarktesgleich ein neues Projekt angegangen werden. Dazu ist eine weitere Änderung des Bebauungsplanes Nr. 20 notwendig, die von den Stadtverordneten ebenfalls auf den Weg gebracht werden soll. Hierfür hat ein Investor bereits die ehemalige Lidl-Filiale und den Logo-Getränkemarkt sowie die erforderlichen Flächen für den zusätzlichen Markt erworben und will das Projekt mit Nachdruck entwickeln.

In Heringen ist man sich einig: lange hat die Stadt das Nachsehen gehabt und man fühlt sich abgehängt was die Einkaufssituation in der Werrastadt angeht. Damit soll nun Schluss sein, wenn es nach dem jungen Heringer Bürgermeister geht: " Als Mittelzentrum im hessisch-thüringischen wollen wir künftig unseren Status ausbauen. Gerade der fehlende Drogeriemarkt zeigt ganz besonders, wo es bei uns fehlt. "

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