Heringen (Werra):
Iliev: Wir können keine Millionen ausgeben,Herr Ries hat mir keine hinterlassen

Politik

Ein Artikel von Daniel Iliev (pm)

Die Kritik des Magistratsmitgliedes Ries weist Heringens Bürgermeister Iliev auf das Schärfste zurück:

 

„Die kritisierte Entwicklung im Ried ist sicherlich keine Stärkung, sondern zumindest eine Bestandswahrung dessen. Immerhin verließen die Stadt vor meiner Amtszeit ein beliebter Discounter sowie ein Drogeriemarkt – und das alles während sich die Nachbarkommunen prächtig entwickelten, ohne auch nur ein Widerwort aus Heringen zu erhalten.

Wenn nun aber genau dieses kritisiert wird, nämlich, dass wir den noch verbliebenen Märkten überhaupt noch die Chance gegeben haben, sich zu vergrößern, dann nimmt man als ehemaliger Bürgermeister in Kauf, dass die Stadt bald gänzlich ohne Einkaufsmarkt dagestanden hätte. Das ist Fakt. Marktwirtschaft funktioniert nicht nach den größten und tollsten Wünschen, sondern nach den besten Rahmenbedingungen.

Zu verantworten hätte dies übrigens Herr Ries persönlich gehabt, denn schließlich hat er in der Innenstadt nichts entwickeln können und im Ried nichts entwickeln wollen. Auch die Behauptung, die Stadt wolle Millionen zur Stärkung des Rieds ausgeben, ist ein Fall für Märchenerzählungen. Fakt ist, dass die Stadt keine Millionen ins Ried investieren wird oder überhaupt muss. Die Stadt erzielt sogar Einnahmen durch Grundstückverkäufe im sechsstelligen Bereich. Geld, dass wir gut gebrauchen können. Abgesehen davon, könnten wir auch gar keine Millionen ausgegeben, denn Herr Ries hat mir keine hinterlassen.

Die Stadt muss wahrlich in einem desolaten Zustand hinterlassen worden sein, so häufig wie Herr Ries vermeintliche Missstände aufzudecken scheint. Was wir aber machen wollen, sind die Fördergelder des Bundes und des Landes zu nutzen, um die Innenstadt zu stärken. Denn diese hat tatsächlich eine Aufwertung verdient. Der erste Akt ist mit der neuen Hauptstraße abgeschlossen. Die Nächsten folgen in den kommenden Jahren. Und dabei bin ich fest davon überzeugt, dass dies hervorragend gelingen wird, denn viele motivierte Bürger wollen dabei im Gremium der sogenannten „lokalen Partnerschaften“ helfen.“

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