Hohenroda:
Leserbrief zur Vorstellung des Hohenrodaer Haushaltes 2019

Politik

Ein Artikel von Uwe Metz (pm)

Als Herzstück der Gemeinde Hohenroda bezeichnete der Bürgermeister den Haushalt bei seiner Vorstellung am vergangenen Montag. Diese Bezeichnung verrät deutlich, was in Hohenroda zählt: Nur das Geld. Man sollte eigentlich meinen, dass der Bürger und sein Wohl Herzstück der Gemeinde sein sollte.

Die überaus positiven Zahlen sind für den Bürgermeister der Beweis, dass man in der nun schuldenfreien Kommune kommenden Generationen eben keine ungebührlichen Belastungen hinterlasse. Die Zahlen offenbaren allerdings zwei andere Wahrheiten:

Obwohl nun Hohenroda eine der wenigen Gemeinden wäre, die es sich finanziell leisten könnte, auf die Erhebung von Straßenausbaubeiträgen ganz zu verzichten, ist man noch nicht einmal bereit, den Bürgern mit der zweitbesten Variante, den wiederkehrenden Straßenbeiträgen wenigsten sozial verträglich entgegen zu kommen, weil es den Verantwortlichen trotz der zu erwartenden Förderung von 120.000 € immer noch zu teuer ist, diese einzuführen.

Stattdessen will man weiterhin auch die nächsten Generationen mit zum Teil schlicht nicht bezahlbaren Straßenausbaubeiträgen belasten. Neben den bereits jetzt betroffenen Bürgern in Ransbach und Ausbach stehen weitere 62 Ausbacher Bürger trotz der guten Finanzlage vor durchschnittlich 6000.- € Beiträgen für die Sanierung der Bürgersteige(!) entlang der Kreisstraße durch den Ort.

Durchschnittlich wohlgemerkt, für einige wird es wohl nur für den Bürgersteig deutlich fünfstellig werden. Dagobert Duck lässt grüßen!

Ein neues Bürgerbegehren zur Einführung der wiederkehrenden Straßenausbaubeiträge ist daher zwingend notwendig und auch bereits in Vorbereitung!

Verweigert man dem Bürger wiederum die nach Ansicht des Hessischen Innenmisters rechtlich zulässige Möglichkeit, so sei darauf hingewiesen, dass in Hohenroda der Bürger ganz offiziell die Wahl haben wird, bei der Bürgermeisterwahl im nächsten Frühjahr und zwei Jahre später bei der  Kommunalwahl.

Der Widerstand gegen die StrABs geht weiter, bis das Schreckgespenst der Vergangenheit angehört!

Ein Leserbrief unseres Lesers Uwe Metz