Landkreis Hersfeld-Rotenburg:
SPD: 5G-Modellregionen nur im Süden des Landes, dafür fünfmal

Politik

Ein Artikel von Redaktion (pm)

Die schwarz-grüne Landesregierung hat nunmehr fünf 5G-Modellregionen im Land Hessen ausgesucht. Weder der Landkreis Hersfeld-Rotenburg noch die Region Nordhessen sind dabei. Stattdessen sind die Stadt Darmstadt sowie die angrenzenden Landkreise Darmstadt-Dieburg und Bergstraße, zudem der Landkreis Wetterau sowie das angrenzende Mittelhessen ausgesucht worden.

„Das ist eine große Enttäuschung für den Ländlichen Raum. Schon jetzt liegt die Mobilfunk-Abdeckung in Siedlungsgebieten nur bei 98 und in der Fläche bei 75 Prozent,“ beschreibt der SPD-Kreistagsfraktionsvorsitzende Manfred Fehr das Problem und erläutert weiter: „und da dies den Durchschnittswert bezeichnet, ist es im Ländlichen Raum noch gravierender. So wird der Ländliche Raum weiter abgehängt.“

Der SPD-Landtagsabgeordnete Torsten Warnecke verweist auf den Kreistagsantrag aus dem Dezember 2018. Die SPD wollte den Landkreis Hersfeld-Rotenburg mit seinen Verkehrsachsen, seiner herausragenden Logistikfunktion, dem Tourismus, den vielen mittelständischen Unternehmen sich bewerben lassen. Schließlich hatte sich der Kreistag geeinigt, mit den anderen nordhessischen Landkreisen über die Breitband Nordhessen GmbH eine Bewerbung gerade mit Blick auf die bereits jetzt mangelhafte Versorgung auf den Weg zu bringen.

„Nun hat sich die grün-schwarze Landesregierung entschieden, im dichtbesiedelten Darmstädter Raum und vor den Toren Frankfurts, in der Wetterau sowie Mittelhessen tätig zu werden. Der Ländliche Raum Nordhessens fällt hinten runter. Ansonsten aber wird gerade Nordhessen trotz seiner mangelhaften Mobilfunk- und Breitbandversorgung immer für seine eigenen Anstrengungen gelobt,“ beschreibt Warnecke die Situation: „Wieder einmal eine Chance verpasst, den Ländlichen Raum Nordhessen zu fördern.“