Landkreis Hersfeld-Rotenburg:
SPD: Hersfeld-Rotenburg soll Modellregion für den G5-Standard werden

Politik

Ein Artikel von Redaktion (pm)

In der Dezembersitzung wird sich der Kreistag mit einem Antrag der SPD-Kreistagsfraktion zum neuen G5-Mobilfunk-Standard befassen. Hintergrund sind die begründeten Befürchtungen, wonach der Ländliche Raum erneut abgehängt werden soll.
Bereits jetzt sind nicht hundert Prozent der Siedlungsfläche mit Mobilfunk abgedeckt. Von den unbesiedelten Flächen sollen es bis zu 25 Prozent sein, in denen kein Mobilfunkempfang vorhanden ist.

„Hier kann der Landkreis-Hersfeld-Rotenburg mit einer Initiativ-Bewerbung gleich ein Zeichen setzen. Mit unseren Eisenbahnstrecken, den Autobahnen und überregional bedeutsamen Bundesstraßen besteht die Notwendigkeit nicht abgehängt zu werden. Dies gilt erst recht für unsere vielen Betrieben, die ihre Dienstleistungen und Produkte „exportieren“ sowie die vielen Bürgerinnen und Bürgern die auf guten Empfang angewiesen sind,“ sieht der SPD-Fraktionsvorsitzende Manfred Fehr die Aufforderung zu dem Vorstoß als notwendig an. Zumal sich bereits der Landkreis Darmstadt-Dieburg initiativ beworben hat.

Höchste Zeit wird es auch, die blöden Sprüche der CDU in der Bundesregierung, wonach die Anbindung „jeder Milchkanne nicht notwendig“ sei. Diese Geringschätzung der Sorgen und Probleme des Ländlichen Raumes spricht Bände.

Zudem sei zu berücksichtigen, dass offenbar nicht die flächendeckende Versorgung der Telekommunikationsfirmen das Ziel der Bundesregierung sei, sondern ein möglichst hoher Preis. Anschließend dann soll der Ländliche Raum um Zuschüsse betteln, damit entweder selber die Infrastruktur kommunal hergestellt werde oder aber die Telekommunikationsfirmen Zuschüsse erhalten. Dies ist nach Ansicht der SPD-Kreistagsfraktion der falsche Weg.