Heringen (Werra):
SPD und CDU: Weichen für die Entwicklung im Ried sind nun gestellt

Politik

Ein Artikel von Alfred Rost/Eckhard Bock (pm)

„Welche Interessen verfolgt eigentlich die WGH? Um das Interesse ihrer Wählerinnen und Wähler kann es zumindest im Falle der Ansiedlung neuer Märkte in Heringen nicht gehen. Seit Jahren dümpeln wir im wahrsten Sinne des Wortes dahin. Während sich unsere Nachbarn prächtig entwickelt haben, hat sich das Mittelzentrum Heringen zwar auch entwickelt, aber in die verkehrte Richtung!

2014 hatten wir sogar den Supergau vor Ort, als sich das Unternehmen Lidl für den Rückzug aus dem Standort Heringen entschieden hatte. Wie wir nun aus einer kürzlich gestellten Anfrage von Seiten der Verwaltung erfahren konnten, war der Grund der, dass der ehemalige Bürgermeister dem Discounter keinerlei Entwicklungschancen geboten hatte. Von einem freiwilligen Rückzug aus Heringen kann also nicht die Rede sein. Glücklicherweise wurden unter Herrn Bürgermeister Iliev die richtigen Weichen gestellt, dass zumindest die noch ansässigen Supermärkte sich entwickeln können und sich nicht auch noch aus Heringen verabschieden.

Jetzt haben wir die Chance, dass sich in Heringen etwas tut. Das ist auch gut so. Und was tut die WGH? Sie stimmt tatsächlich gegen die Entwicklung in unserer Stadt – und dies mit fadenscheinigen Argumenten.

Geschlossen hat die WGH zu erkennen gegeben, dass der Frust aus der verlorenen Bürgermeisterwahl tiefer sitzt und eigene Befindlichkeiten wichtiger sind als das Wohl der Stadt. Die Wählerinnen und Wähler der WGH sollten sich die Frage stellen, warum in der Vergangenheit zu jeder Entwicklung in den Nachbarkommunen „ja“ und „Amen“ gesagt worden ist, während man hier nicht nur keinerlei Entwicklungsperspektiven bot, sondern angesiedelte Discounter sogar vergraulte. Wahrscheinlich wird man sich aber wieder etwas einfallen lassen, dass wahlweise die SPD oder CDU oder die damalige Unabhängige Liste schuld daran seien.

Ja, das „Ried“ ist nicht das non-plus-ultra. Ja, nach der nun beschlossenen Änderung der Flächennutzungsplanung und der Bebauungsplanung sind die weiteren Entwicklungen im „Ried“ eingeschränkt. Wenn wir aber nicht völlig in das Hintertreffen gegenüber unserer Nachbarkommunen geraten wollen, müssen wir zumindest die Fehler der vergangenen Jahre korrigieren.
Das tun wir. Das verlangen die Bürgerinnen und Bürger von uns. Wir sind froh über die Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung und freuen uns auf einen neuen Lebensmitteleinzelhändler, der uns ein weiteres vielfältiges Angebot beschert. Die Weichen für eine Attraktivitätssteigerung des Rieds sind nun gestellt.“