Heringen (Werra):
WGH: Erlass der Kita-Gebühren als Geschenk an Eltern?

Politik

Ein Artikel von Hans Ries (pm)

Die monatelangen Nutzungseinschränkungen der Kitas aufgrund der Corona-Pandemie sind doch nicht mit der jährlich festgelegten und in der Gebührenkalkulation eingerechneten Schließung in der Ferienzeit vergleichbar, erklärt WGH-Pressesprecher Hans Ries.

Von daher ist es absolut selbstverständlich und für die WGH insbesondere, dass die Eltern für eine Dienstleistung, die sie völlig unverschuldet wegen der Corona-Pandemie über Monate nicht in Anspruch nehmen konnten und durften, auch nicht bezahlen müssen.

Daraus nun eine generöse Initiative des Heringer Bürgermeisters sowie der ihn tragenden Parteien SPD und CDU zu basteln, zeigt, dass der Populismus inzwischen immer absurdere Blüten treibt. Nicht viel anders verhält es sich mit der öffentlichen Kritik des Sozialdemokraten und Heringer Bürgermeisters Iliev an den Entscheidungen der Landesregierung, nämlich den Kommunen bezüglich des Betriebes der Kitas wichtige Kompetenzen zurückzugeben, gerade weil die Situation vor Ort so unterschiedlich sein kann.

Wie sollte denn eine immer heftiger geforderte schrittweise Öffnung der Kitas wirksam möglich sein, wenn nicht die örtlichen Gegebenheiten sowie die örtlichen Körperschaften wesentlich mitentscheidend sein sollten? Das nennt man übrigens Verantwortung, betont Ries.

Geht es neben der zunehmend hysterischen parteipolitischen Profilierung eigentlich noch um die Sache?

Man kann sicher sein, stellt Ries fest, hätte die Hessische Landesregierung genau entgegengesetzt, also absolut zentralistisch entschieden, wäre das gleiche Geschrei von den gleichen Personen und wiederum trennscharf nach Parteizugehörigkeit zu hören gewesen.