Heringen (Werra):
WGH erwidert Aussagen des Magistrats

Politik

Ein Artikel von Redaktion (pm)

In einer heute von der WGH veröffentlichten Meldung bezieht diese Stellung zur Erklärung des Heringer Magistrats (wir berichteten).

Bei der WGH heißt es heute hierzu: "Tatsache ist, dass sich das Magistratsmitglied Hagen Hildwein nach einer schwierigen Rückenoperation in einer Reha-Maßnahme befindet und der Unterzeichner aufgrund eines wichtigen privaten Termins zur Magistratssitzung entschuldigt hatte. Wir haben aus der Zeitung erfahren, was da verabschiedet wurde. Sowohl Herr Hildwein, als auch der Unterzeichner sind darüber empört.

Wir stellen weiter fest, dass der Vorstand der WGH ausschließlich sachliche Argumente angeführt hat, die gerade auch aus Gründen der Arbeitsplatzsicherheit gegen die Abdeckung der Halden sprechen und für die Nordseepipeline.

Diese Position der WGH entspricht im Wesentlichen den Beratungsergebnissen der Fachleute des Runden Tisches als nachhaltigste und sicherste Lösung. Ebenso wird offenbar vergessen, dass seinerzeit auch das Stadtparlament diese Variante unterstützt hat.

Unerträglich ist hingegen, dass demnach jeder, der nicht zu hundert Prozent mit den jeweiligen Positionen von Herrn Iliev und K+S übereinstimmt oder diese kritisch hinterfragt, als Arbeitsplatzvernichter hingestellt wird.

Wenn man, wie immer dargestellt und es auch wünschenswert wäre, den Kalibetrieb noch bis 2060 aufrecht erhalten will, müsste man das Haldenvolumen zwingend verdoppeln. Richtung Westen geht es nicht und Richtung Osten ist es ebenso begrenzt wie Richtung Widdershausen. Die diesbezüglich an K+S gestellten Fragen, wohin man ab 2027 erweitern will, werden nicht beantwortet.

Fängt man jedoch ab 2021 an die Halden mit Industrieabfällen abzudecken, ohne die Erweiterungsoptionen zu kennen, hat man die mögliche Betriebsnutzungszeit begrenzt. Auch deshalb, also gerade mit dem Ziel der langfristigen Erhaltung der Arbeitsplätze, fordern wir die Nordseepipeline, weil dann die Haldenerweiterungen, an denen der Betrieb immer hängen wird, nicht mehr nötig sind. In der Nordsee ist das Salz zudem völlig unschädlich und am besten aufgehoben.

gezeichnet Hans Ries
Pressesprecher der WGH"

Kommentare

Link.