Heringen (Werra):
WGH: Es geht uns um möglichst sichere Arbeitsplätze in der Kaliindustrie

Politik

Ein Artikel von Hans Ries

Man darf wohl uneingeschränkt allen Mitgliedern der WGH unterstellen, sich insbesondere für die Sicherung der Arbeitsplätze in der Kaliindustrie zu engagieren. Allerdings gibt es nicht nur eine einzige richtige Lösung.

Wir favorisieren nicht die Haldenabdeckung mit Rückständen aus der Müllverbrennung und der Kohleverstromung, weil so mit gigantischem Aufwand dem einen Problem ein weiteres hinzugefügt wird, ohne dass es damit final zu einer nachhaltigen Lösung käme. Eher im Gegenteil.

Unsere erstrangige Variante ist die Nordseepipeline, wie sie auch vom Runden Tisch über jahrelange Verhandlungen und Beratungen als nachhaltigste und sicherste Lösung dargestellt wurde.

Die Vorteile wären:

  • Es gäbe zur Erhaltung der hiesigen Werke keine Abhängigkeit mehr vom erhofften aber völlig unwahrscheinlichem Erlöschen des tatsächlich immer stärker werdenden Widerstandes gegen die Weserpipeline, und zwar dort über alle Parteigrenzen und fast alle Amtsebenen hinweg.
  • Es bedürfte nicht alle 10 Jahre neuer Flächen für die immer problematischeren Haldenerweiterungen, deren Genehmigungen sich schon jetzt als ausgesprochen schwierig erweisen und daher wie ein ewiges Damoklesschwert über den Arbeitnehmern und ihren Familien schweben.
  • Nicht nur die Produktionsabwässer und Haldenabwässer könnten so sicher und ohne Schädigung der Umwelt an Werra und Weser entsorgt, sondern sogar der vollgepumpte Plattendolomit stückweise entlastet und die Halden abgeschmolzen werden.
  • Das Unternehmen könnte die benötigten und zunehmenden gewaltigen Ressourcen zur Bewältigung der immer heftigeren politischen Konflikte u. a. entlang der gesamten Weser endlich sinnvoller einsetzen.
  • Die hiesige Kaliindustrie wäre nicht mehr dermaßen von politisch bedingten Veränderungen im europäischen oder deutschen Wasserrecht abhängig, sondern könnte die Werke an der Werra noch bis 2060 sicher betreiben.
  • Man könnte sich die Haldenabdeckung sparen und würde so nicht über die gutachterlich genannten 50 bis 75 Millionen Kubikmeter Schlacken und Aschen aus der Müllverbrennung (90%) sowie Kohleverstromung (10%) unser Werratal zum Industriemülleimer der Nation machen.
  • Die Nordseepipeline ist nicht die billigste aber insbesondere für die Arbeitnehmer langfristig sicherste Lösung.

Was passiert hingegen ab 2021 im Werratal, wenn es der K+S nicht gelingt, den breiten und zunehmenden Widerstand entlang der gesamten Weser zu brechen?

Was spricht also dagegen, mit der Nordseepipeline gerade diejenigen wieder zu Mitstreitern zum Erhalt der Arbeitsplätze in der Kaliindustrie zu machen, die u. a. durch die Weserpipeline zu den energischsten Gegner der K+S geworden sind?

Für den Vorstand der WGH
Hans Ries (Pressesprecher)

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