Heringen (Werra):
WGH: Heringen plant Stadtentwicklung und informiert sich in Bebra

Politik

Ein Artikel von Hans Ries(pm)

Bereits in den 90er Jahren hat der Regierungspräsident Heringen gewarnt, den Einzelhandel von der Innenstadt auf die grüne Wiese zu verlegen und auch die Folgen ausgemalt. Gehört hat man dennoch nicht, so WGH-Pressesprecher Ries.

2004 und 2005, als die negative Entwicklung durch zunehmende Leerstände tatsächlich massiv spürbar wurde, beschlossen die Stadtverordnetenversammlungen mehrfach, wie vom RP gefordert, eine Veränderungssperre auf der grünen Wiese zum Schutz der Innenstadt. Durch diese Sicherheitsgarantie kam es wieder zu deutlichen Investitionen im Kernbereich und einer spürbaren Belebung. 

Ab 2016 hat die Stadt Heringen nun wieder eine neue Richtung zugunsten der grünen Wiese eingeschlagen. Damit geht man den gleichen Weg wie Rotenburg. 

Tatsächlich gab es auch für Heringen etliche Investoren, die ihre Innenstadtplanungen vorgestellt haben und letztlich hätte es der Stadt eine Differenzbelastung von zirka 500.000 bis 700.000€ gekostet.  Jetzt will man zur Kompensation der negativen Folgen bezüglich der weiteren Stärkung des Einzelhandels auf der grüne Wiese gleich mehrere Millionen ausgeben und wird doch nichts anderes schaffen, als eine funktionslose Puppenstube. Nützen werden diese Verschönerungen nichts, weil mit dem Einzelhandel der Innenstadt auch die ökonomische Grundlage für die nächsten Jahrzehnte entzogen sein wird (siehe Rotenburg).

Hinzu kommen der Wertverfall der innerstädtischen Grundstücke, der auch mit noch so viel Farbe und Kosmetik nicht aufgehalten werden kann. Rotenburg hat seinen Fehler offensichtlich erkannt, aber selbst der wirklich gute Bürgermeister Grunewald würde Jahrzehnte brauchen um die negativen Folgen für die Innenstadt auch nur annähernd zu kompensieren. Bebra hingegen, ist durch seine kluge und langfristige ökonomische Strategie zugunsten seiner Innenstadt aufgeblüht wie eine Blume.

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