Heringen (Werra):
WGH: SPD fordert den Kreis auf, das Heringer Kalimuseums zu fördern

Politik

Ein Artikel von Hans Ries(pm)

Donnerwetter, meint WGH-Pressesprecher Hans Ries, warum ist das den Heringer Sozialdemokraten nicht schon beim seinerzeit umstrittenen Bau dieses größten Museums im Kreis eingefallen, wo man doch damals, also Anfang der 90er Jahre, ausdrücklich vom Unterzeichner darauf hingewiesen wurde?

Immerhin, der weitaus größte Teil der Gewerbesteuer wird an den Kreis abgeführt und ein weiterer großer Teil geht an das Land. Nur ein geringer Teil der Einnahmen bleibt in Heringen, dafür aber 100 Prozent der Lasten aus der Kaliindustrie.

Richtig ist jedoch, dass der Kreis alle diesbezüglichen Vorstöße seit 2004 mit dem Argument ablehnte, dass nicht der Kreis, sondern die Heringer das Museum unbedingt haben wollten. Das war damals im Wesentlichen die SPD!

Das größte Interesse am Kalimuseum müsste indes K+S haben, denn es geht dort ausschließlich um diesen Betrieb. K+S kürzte jedoch den ohnehin lächerlichen Zuschuss nochmals und förderte dafür die Hersfelder Festspiele großzügig. Man müsste den Herren einmal die Frage stellen, ob, wenn überhaupt, auch nur ein einziges Vorstandsmitglied so oft im Kalimuseum war, wie in den Festspielen.

Kunst und Eleganz, so vermutet Ries, fühlen sich die Kasseler K+S-Vorstände offenbar deutlich näher und verpflichteter als der Darstellung von Arbeit, Umwelt sowie der eigenen Geschichte in unserer Stadt. Ein diesbezüglicher Antrag in der Stadtverordnetenversammlung muss also zwingend ebenso in Richtung K+S gehen.

Positiv hervorzuheben ist hingegen der ehrenamtliche Förderkreis des Museums, betont Ries.