Großensee / Mittleres Werratal:
Achtung: Bettler täuschen Autopannen vor!

Regionales

Ein Artikel von Redaktion (pm)

Im Bereich von Bebra, Wildeck und Großensee traten in der Zeit zwischen Montag (07.05.) und Donnerstag (10.05.) rumänische Benzinbettler auf.


Foto: fotolia | Ralf Geithe

Am Montag war ein Mann aus Großensee gegen 17.50 Uhr mit seinem Traktor von Obersuhl nach Bosserode unterwegs. An dem Abzweig nach Dankmarshausen stand ein dunkelroter Pkw, vermutlich ein Audi mit rumänischem Kennzeichen. Daneben stand ein Mann, der mit einer Landkarte winkte und dem Traktorfahrer mit Zeichen eine Autopanne andeutete. Der Traktorfahrer hielt an. Der Rumäne gab an, dass er nur ein 2 Eurostück in 50 Centmünzen gewechselt haben möchte. So nahm das Unglück seinen Lauf. Während des Wechselns stahl der Rumäne dem hilfsbereiten Traktorfahrer 750 Euro aus dessen Geldbörse, stieg schnell in sein Auto ein und fuhr davon.

Der Täter soll ca. 30 Jahre alt, ein schmales Gesicht mit schwarzen kurzen Haaren und Stirnglatze gehabt haben. Außerdem trug er einen Dreitagbart und sprach deutsch mit ausländischem Akzent.

Am Himmelsfahrtstag (10.05) ging bei der Polizei in Rotenburg die Meldung ein, dass an der Bundesstraße 83 zwischen Lispenhauen und Rotenburg ein silberfarbener VW Passat mit rumänischem Kennzeichen stehen würde. Daneben stände ein Ausländer,  der versuchte Autos anzuhalten. Auch hier ging der Mitteiler von einer Autopanne aus.


Sofort fuhr ein Funkwagen die Strecke ab. Der silberne VW Passat war aber nicht mehr da. Dafür ging der Anruf eines weiteren Autofahrers ein. Dieser meldete dasselbe Fahrzeug auf der Bundestraße 27 zwischen Bebra und Cornberg. Auf der Straße ständen zwei Männer und eine Frau mit einem Baby auf dem Arm. Auch hier wäre eine Autopanne vorgetäuscht worden, um andere Autofahrer zum Anhalten zu bewegen.

Die Personen wurden von der Polizei kontrolliert. Sie gaben am Donnerstag, nur eine Rast machen zu wollen.

Das Trio mit dem silbernen VW-Passat ist in Nord- und Osthessen schon mehrmals wegen Benzinbetteleien aufgetreten. Bezüglich eines möglichen Zusammenhangs mit dem Fall vom Montag dauern die Ermittlungen noch an.

HINWEIS DER POLIZEI

Betteln ist nicht in allen Fällen strafbar. Dennoch bittet die Polizei darum, dass Betroffene die Polizei verständigen sollen. In der Vergangenheit kam es im Zusammenhang mit dem Phänomen des Benzinbettelns immer wieder zu Betrugsdelikten. Die Täter täuschen eine Notsituation vor, versuchen Kleingeld zu wechseln oder bieten minderwertigen Schmuck als Gegenleistung für Bargeld an.

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