Kassel:
Breitband Nordhessen GmbH plant Anschluss von Schulen ans Glasfasernetz

Regionales

Ein Artikel von Redaktion (pm)

Die Breitband Nordhessen GmbH (BNG) plant 90 Schulen in Nordhessen mit einem direkten Glasfaseranschluss für schnelles Internet zu versorgen. Das hat die Geschäftsführerin der Gesellschaft, Kathrin Laurier, in Kassel mitgeteilt. Die entsprechenden Mittel habe der Bund in Aussicht gestellt. Für den Ausbau stehen 8 Millionen Euro zur Verfügung.

Dr. Michael Koch, Vorsitzender der BNG-Gesellschafterversammlung und Landrat des Kreises Hersfeld-Rotenburg sagt: „Unser Ziel ist es, alle Schulen in unserem Ausbaugebiet schnellstmöglich mit Glasfaseranschlüssen zu versorgen, wenn möglich noch im Laufe dieses Jahres.“

Die BNG konnte damals den Breitbandausbau im Herbst 2016 in ihrem „Ausbaugebiet“ erst beginnen, nachdem nachgewiesen war, dass kein privater Anbieter dort das Netz ausbauen würde. Damit war jenes Gebiet definiert, in dem die mehr als 570 Orte und Ortsteile liegen, die die BNG in nur drei Jahren bis Ende 2019 mit einem Glasfaseranschluss erschlossen hat. Um das Glasfasernetz in Nordhessen in diese Orte auszubauen war ein europäisches Notifizierungsverfahren nötig, um die rechtliche Grundlage für den Ausbau durch eine öffentliche Gesellschaft zu schaffen. Es waren zwei europaweite Ausschreibungen nötig, in denen sich die Weigand Bau GmbH als Generalunternehmer und die Netcom Kassel als Netzbetreiber durchgesetzt haben.

Innerhalb dieses Ausbaugebietes kann die BNG nun mit der Weigand Bau GmbH in einem Zusatzprojekt die Schulen und das Krankenhaus unmittelbar an das Glasfasernetz anschließen. Mit dem Bau soll voraussichtlich im zweiten Quartal 2020 begonnen werden, sofern es die Witterung zulässt und alle Planungen und Genehmigungen vorliegen.

Für die Schulen und Krankenhäuser, die nicht im Ausbaugebiet der BNG liegen, sondern in einer Region, in der auch private Anbieter am Markt sind, muss eine andere Vorgehensweise gewählt werden. „Die Ausschreibungsphase läuft derzeit noch“, so Kathrin Laurier. Jetzt einen genauen Zeitpunkt zu nennen, wann die Institutionen angeschlossen sein werden und ob sich überhaupt ein Marktteilnehmer findet, sei derzeit nicht möglich, sagte Kathrin Laurier.