Bebra:
Die Beruflichen Schulen Bebra haben gewählt

Regionales

Ein Artikel von Isabelle Eberlein-Knierim (pm)

Die Mehrheit der Schüler der Beruflichen Schulen Bebra ist wahlberechtigt und viele wissen das Recht zu Wählen sehr zu schätzen. Den Schülern ist bewusst, dass dieses Recht ein ganz besonders ist, für das in vielen Ländern dieser Welt noch hart gekämpft werden muss. Die Frage „Was wählst du denn?“ muss in Deutschland niemand beantworten, denn es gilt das Wahlgeheimnis. Dennoch beschäftigen sich die Schüler der Beruflichen Schulen Bebra besonders aktuell mit vielen Fragen, die eine Wahl mit sich bringt. Viele dieser Fragen lassen sich besonders gut beantworten, wenn man eine Wahl simuliert. Deshalb haben sich die Politiklehrer der Beruflichen Schulen Bebra entschlossen mit neun Klassen an der Juniorwahl teilzunehmen. Die Schüler erhalten Wahlbenachrichtigungen und können mit diesen am Tag der Juniorwahl in einem nachgestellten Wahllokal ihre Stimmzettel abgeben. Die Wahlstimmen werden dann von den Lehrern ausgezählt und an eine zentrale Stelle gemeldet, die diese dann veröffentlicht.

Bei der Juniorwahl geht es um das Üben und Erleben von Demokratie. Das Projekt soll Schülerinnen und Schüler frühzeitig an das Thema Wahlen und Politik heranführen und sie auf die künftige Partizipation im politischen System vorbereiten. Neben der Motivation, zur Wahl zu gehen, soll Begeisterung und Interesse an Politik geweckt werden und somit die Grundlage für späteres gesellschaftliches Engagement. Das Projekt zur politischen Bildung basiert auf zwei Hauptsäulen: die unterrichtliche Einbindung und eine originalgetreue Wahlsimulation.

„Die Schüler zeigten großes Interesse an der Juniorwahl. Viele gaben an, dass es wichtig und hilfreich war, eine Wahl im Unterricht zu simulieren, so tauchten plötzlich Fragen auf, die direkt beantwortet werden konnten“, erklärte Politiklehrerin Martina Teeken. „Mir ist es besonders wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler die Bedeutung einer Wahl erkennen und von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen.“ Viele der teilnehmenden Schüler sagten, dass sie in Zukunft verantwortungsvoll mit ihrem Recht zu Wählen umgehen werden. Denn allen war nach dem Projekt klar: Eine nicht abgebende Stimme, ist eine verlorene Stimme.

Martina Teeken hat das Projekt, wie bereits zur Bundestageswahl 2017, an die Beruflichen Schulen Bebra geholt und wurde dabei von ihren Kollegen Sandy Hergenhan, Katrin Knierim und Johannes Linke unterstützt.

Die Ergebnisse zur Juniorwahl werden auf der Homepage der Juniorwahl unter www.juniorwahl.de veröffentlicht.


Foto: Lehrerin Katrin Knierim der Beruflichen Schulen Bebra gemeinsam mit ihren Schülerinnen und Schülern bei der Juniorwahl. Foto: P. Knierim