Heringen (Werra) - Kleinensee:
Schmierfinken auf Bodesruh unterwegs

Regionales

Ein Artikel von Guido Kamm


Collage der Schäden: Paul Schäfer

In den letzten Tagen wurde das Mahnmal Bodesruh in der Gemarkung Kleinensee von Unbekannten mit Spraydosen verunstaltet. Hierzu Paul Schäfer vom Heimat- und Verkehrsverein Kleinensee: "Die Verunreinigungen am Mahnmal Bodesruh und im Bereich Kleinensee sind nicht zu verstehen. So etwas sind keine Jugendstreiche mehr."

Zwischenzeitlich wurden von der Stadt Heringen (Werra) strafrechtliche Maßnahmen eingeleitet, da sich die Schäden nicht auf das Mahnmal Bodesruh beschränken, sondern auch andere Schilder und Orte wie den ehemaligen Einlauf des Entwässerungsstollens des Säulingssee betreffen.

Schäfer weiter: "Wer etwas zur Klärung des Falles beitragen kann, oder ein schlechtes Gewissen hat, kann sich in Heringen auf der Stadt melden. Vergleiche der einzelnen "Beschriftungen" haben den Täterkreis schon kleiner gemacht!"

Mahnmahl Bodesruh

Das Mahnmal Bodesruh wurde 1963 von der damaligen selbsstständigen Gemeinde Kleinensee, einem heutigen Stadtteil von Heringen (Werra), und dem Land Hessen unmittelbar an der damaligen Innerdeutschen Grenze oberhalb von Kleinensee errichtet. Das vom Bad Hersfelder Architekten Karl Schuman entworfene Bauwerk solle an das Schicksal der Spätheimkehrer und die Deutsche Teilung in Folge des Zweiten Weltkrieges erinnern und zur friedlichen Wiedervereinigung Deutschlands mahnen. Von der Aussichtsplattform des Mahnmals hat man hat einen schönen Blick über das Gerstunger Becken weit nach Thüringen hinein.

Helfer gesucht

Wer bei einem freiwilligen Einsatz zur Reinigung teilnehmen will, kann sich ebenfalls in Heringen bei der Stadtverwaltung melden. Dort wird er Auskunft zum Stand der Dinge erhalten.

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