Landkreis Hersfeld-Rotenburg:
Vogelgrippe: Stallpflicht in Hessen wird vollständig aufgehoben

Regionales

Ein Artikel von Guido Kamm

Das aktuelle Geflügelpestgeschehen bei Wildvögeln in Hessen ist weiter rückläufig. Der letzte infizierte Wildvogel wurde am 28. März 2017 aufgefunden. Auch durch den deutlichen Rückgang der bundesweiten Geflügelpestausbrüche hat sich die Seuchenlage so weit entspannt, dass die landesweite Stallpflicht in Hessen vollständig aufgehoben werden kann. Damit sind mit sofortiger Wirkung auch wieder Ausstellungen und Märkte mit Geflügel möglich.

Im Landkreis Hersfeld-Rotenburg war das Naturschutzgebiet Rhäden zwischen den Gemarkungen Obersuhl, Bosserode und dem thüringischen Dankmarshausen vom Umweltministerium als Risikozone eingestuft worden, in der bis zuletzt die Stallpflicht galt. „In letzter Zeit mussten wir bei den betroffenen Tierhaltern sehr für Verständnis werben, dass dort die Stallpflicht weiterhin beibehalten werden musste“, räumt Dr. Thomas Berge, Veterinär beim Landkreis, ein. „Das Geflügelpestgeschehen 2016/2017 ist historisch gesehen nicht zu toppen“, so Berge. „Noch nie gab es in Deutschland, aber auch weltweit, so viele Ausbrüche bzw. tot aufgefundene Wildvögel.“

Durch die geänderten Witterungsverhältnisse und den weitgehend abgeschlossenen Frühjahrsvogelzug hat sich der Infektionsdruck allerdings entscheidend verringert. „Die Seuchenlage hat sich erfreulicherweise so weit entspannt, dass wir guten Gewissens die landesweite Stallpflicht in Hessen vollständig aufheben können“, gab Umweltministerin Priska Hinz in Wiesbaden bekannt. „Glücklicher Weise wurden uns seit einem Monat keine neuen Ansteckungen oder Verdachtsfälle der Vogelgrippe gemeldet. Auch in den Risikogebieten gilt ab sofort also keine Stallpflicht mehr. Ich danke allen Geflügelhalterinnen und Geflügelhaltern für ihre Geduld und ihr Verständnis. Ich weiß, dass die zurückliegenden Monate für Mensch und Tier nicht leicht waren“, so Hinz.

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