Werratal / Kalirevier:
Werratal-RadArena - Neues Radwegenetz in der Kaliregion geplant

Regionales

Ein Artikel von Redaktion (pm)

Mit dem Ziel, das Kalirevier zukünftig attraktiver zu gestalten, übergab Landrat Dr. Michael Koch jetzt einen Förderbescheid in Höhe von rund 55.000 Euro an Daniel Iliev, Bürgermeister der Stadt Heringen, stellvertretend für seine Stadt, den Wartburgkreis und die Gemeinde Philippsthal. Die Förderung stammt aus dem Werra-Ulster-Weser-Fonds, der helfen soll, die Nachteile aus dem jahrzehntelangen Kalibergbau in der Region auszugleichen. Gemeinsam wollen Kommunen des hessischen Landkreises Hersfeld-Rotenburg und des thüringischen Wartburgkreises so die radtouristische Attraktivität der ehemaligen Grenzregion steigern.

Das Vorhaben ist in zwei Phasen aufgeteilt. Zuerst wird eine Machbarkeitsstudie durchgeführt. Sie legt fest, ob die Streckenplanung umsetzbar ist und wie touristische Potentiale ausgeschöpft werden können. Um diesen ersten Schritt durchführen zu können, übergab Landrat Dr. Michael Koch den Förderbescheid: „Ich freue mich, Fördermittel für dieses länderübergreifende Projekt überreichen zu können. Im 30. Jahr des Mauerfalls würde unserer Kaliregion ein besser ausgebautes Radwegenetz gut zu Gesicht stehen. Auch unter touristischen Aspekten gibt es hier sicher noch unerschlossene Potentiale."

Das Ziel des Projekts „Werratal RadArena“ ist es, ein System von Radwanderwegen in der hessisch-thüringischen Kaliregion aufzubauen. Die neu geschaffenen Freizeitmöglichkeiten sollen die Lebensqualität in der gesamten Region steigern und die touristische Attraktivität fördern. Auch die heimische Wirtschaft – gerade Gastronomie und Hotellerie – werden dadurch positiv beeinflusst. Zudem fördert das Projekt das Radfahren als Verkehrsmittel einer umweltgerechten Nahmobilität.

Am Projekt beteiligt sind neben dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg, dem Wartburgkreis, der Stadt Heringen und der Gemeinde Philippsthal auch die GrimmHeimat Nordhessen, Rhön und Werratal, das Regionalforum Hersfeld-Rotenburg und die Kommunale Arbetisgemeinschaft (KAG) Werra-Wartburgregion. Auch touristische Anbieter der Region, die Kaliindustrie, die Wirtschaftsförderungsgesellschaften, die Industrie- und Handelskammern und der allgemeine Deutsche Fahrradklub e.V. (ADFC) sollen mit ihren jeweiligen Kompetenzen in das Projekt einbezogen werden.