Wildeck-Richelsdorf:
Katja Brühl verteidigt Titel beim Großen Preis in Richelsdorf

Sport

Ein Artikel von Tina Weber


Foto: RFV, Tina Weber

Höhepunkt des fünftägigen Herbstturnieres des RFV Richelsdorf war am Sonntag der Große Preis, eine Springprüfung der Klasse S* mit Stechen. Elf Reiter-Pferd-Paaren gelang der Einzug ins Stechen. Gleich drei Amazonen schafften es, sich mit zwei Pferden für das Stechen zu qualifizieren. Darunter befand sich mit Katja Brühl auch die Siegerin des Vorjahres. Im Interview vor dem Springen gab sie eine klare Zielstellung vor: Titelverteidigung. Mit ihren beiden Stuten Katja und Que Tal hatte sie für dieses Ziel gleich zwei heiße Eisen im Feuer.

Amke Stroman vom gastgebenden Verein, die mit Goldorac und Forchello ebenfalls zwei Pferde ins Stechen brachte, legte zunächst mit Forchello eine schnelle Runde vor. Doch dann kam Katja Brühl mit ihrer Stute Katja und gab eine unschlagbare Zeit vor. Daran biss sich auch Julia Bieler-Kohrock, die dritte Starterin mit zwei Pferden im Stechen, die Zähne aus. Sie erreichte mit Casimir und Landjano letztendlich die Plätze 6 und 9. Amke Stroman war zwar mit Goldorac noch einmal schneller als bei ihrer ersten Runde, am Ende reichte dies trotzdem nicht für den Sieg. Knapp geschlagen erreichte sie Platz 2. Hinter Heino Möller, der mit Quno K als Dritter den Sprung auf das Podest schaffte, platzierte sich Stroman mit Forchello an vierter Stelle.

Für den Drittplatzierten Heino Möller war der Große Preis der letzte Auftritt für seinen bisherigen Arbeitgeber Otto Müller. Er wird zukünftig nicht mehr als Berufsreiter antreten.

Immer wieder gern nach Richelsdorf kommt das Ehepaar Schäfer. Nina und Kai sind beim Elmgestüt Drei Eichen bei Königslutter am Elm angestellt. Nina sattelte gleich am ersten Tag den vom Pfingstfestival bekannten Schimmelhengst Grey Chester. Dieser gewann dort die Qualifikation zum Bundeschampionat. Auch dieses Wochenende begeisterte er die Richter und erhielt die Wertnote 9,0. Ihr Mann Kai konnte im Großen Preis mit seinem Pferd Capo den fünften Platz belegen.

An diesem Wochenende stellte Amke Stroman, das Aushängeschild des RFV Richelsdorf, wieder viele Top-Pferde vor. So konnte man in den Kurzmeldungen im Internet häufig ihren Namen lesen. Neu im AS Sportpferdeteam ist der Hannoveraner Quintus. Dieser hat bei seinem zweiten Turnier unter Stroman gleich eine 9,0 erhalten und die Springpferdeprüfung der Klasse L für sich entschieden. Aber auch weitere Nachwuchspferde, die ihr Lebenspartner Ralf Litz selbst zog, stellte die Amazone erfolgreich vor. Ihr vierbeiniger Erfolgspartner Forchello konnte beim CSI Spangenberg wegen Fieber nicht an den Start gehen. Nun kommt der Schimmel langsam zurück und platzierte sich sowohl beim Zwei-Phasen-Springen Klasse S* als auch im Großen Preis auf Rang 4.

Bereits am Samstag gelang der Siegerin des Großen Preises, Katja Brühl, beim Zwei-Phasen-Springen Klasse S* ein weiterer Erfolg. Obwohl die Amateurreiterin auf Grund ihrer Selbstständigkeit erst am Vormittag anreisen konnte, war sie auf ihrer Stute Que Tal nicht zu schlagen. Bei der Siegerehrung zählte neben dem Veranstalter Peter Kohrock auch der Bundestagskandidat der CDU, Timo Lübeck, zu den Gratulanten. Dieser war nicht zum ersten Mal in Richelsdorf und lobte die Veranstalter für die gute Organisation dieser tollen Reitsportveranstaltung.

Die Kreismeisterschaften LK 4 und 5 sind ein kontinuierlicher Bestandteil des Richelsdorfer Herbstturnieres. In diesem Jahr kamen auch noch die Wertungen für die LK 2 und 3 hinzu. Der RFV Richelsdorf ist stolz, hierbei in jeder Leistungsklasse den Kreismeister gestellt zu haben. In der Leistungsklasse 5 gewann Julia Linß mit Casino den Titel. Vizekreismeisterin wurde Rebecca Schmidt. Die Amazone vom Reitclub Holzheim sattelte Gipsy Lady. Auch der Drittplatzierte, Vincent Strubel, der seine Stute Gossip Girl vorstellte, gehört dem gastgebenden Verein an. In der Leistungsklasse 4 hatte Isabell Kehl mit Quirin die Nase vorn. Marie Christin Heß (RSV Untergeis) mit Lacordina und Marcus Bunk (LRFV Aulatal) mit Charles Sugar wurden Zweite und Dritte. Die nächsthöheren Leistungsklassen wurden zusammengezogen. Hier gewann Amke Stroman mit Nena, die sie selbst als „Speedpferd“ bezeichnet. Der Vizetitel ging an die ebenfalls für den RFV Richelsdorf startende Susann Schlenzig. Auf Platz 3 reihte sich Saskia Schott (RC Holzheim) mit Nikidam´s Schatzi ein.

Des Weiteren war der Verein in diesem Jahr Ausrichter der Deutschen AJA-Meisterschaft. AJA ist die Abkürzung für Association of Jumping riding Ambassadors. Die Besonderheit dieser Meisterschaft ist,  dass Reiterinnen erst mit mindestens 45 Jahren und Reiter mit mindestens 49 Jahren teilnehmen können. Initiator der Zusammenarbeit mit der AJA war der im August verstorbene Uwe Bomberg. Um seine Verdienste zu würdigen, wurden ihm beide Finalspringen gewidmet.

Die Silbertour, bestehend aus zwei A- und einem L-Springen, entschied mit 11 Punkten Vorsprung Gert Söhnle mit Linnea für sich. Silber gab es für Cheyenne und Robert Ilg. Über Bronze konnte sich Karin Schulze mit ihrem Pferd Henry Jota Germano freuen. Im Goldchampionat (zwei L- und ein M-Springen) gewann Gritt Schirrmann mit Alizee den Titel. Ernst-Frieder Homberger holte mit Cliff Silber und verwies Udo Klötzel mit Challenger auf den dritten Platz.

 

Gesamtergebnisliste

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