Mittleres Werratal:
DEKRA-Zertifikat für Haldenbewirtschaftung der K+S

Wirtschaft

Ein Artikel von Redaktion (pm)

Das Umweltmanagement für die Haldenbewirtschaftungen Wintershall und Hattorf des Werkes Werra der K+S KALI GmbH ist nach ISO 14001:2015 zertifiziert. Die ISO 14001 ist international gebräuchlich und beinhaltet weltweit anerkannte Anforderungen an ein Umweltmanagementsystem. Diplomingenieur Frank Otto, Leiter Vertrieb Region Ost der DEKRA Certification GmbH aus Erfurt, überreichte den Verantwortlichen im Werk Werra das Zertifikat.

„Das Thema Umwelt wird immer wichtiger. Deshalb müssen sich Unterneh-men bei ihren Prozessen auch zunehmend nach den Ressourcen und der Umwelt ausrichten. Unsere Auditoren haben festgestellt, dass Sie dies tun und hinter der Philosophie stehen“, so Otto. „Mit dem Zertifikat weisen Sie nach, dass Sie an alles, was Stand der Technik ist, gedacht haben.“

Im Rahmen der Zertifizierung wurde das Umweltmanagement des Werkes Werra im Mai dieses Jahres auditiert. Im Auftrag der DEKRA Certification GmbH waren drei Auditoren drei Tage lang auf dem Werk unterwegs, überprüften die Führungs-, Kern- und Unterstützungsprozesse und sämtliche Analysemaßnahmen. Aufgrund der guten Ergebnisse schlugen sie der DEKRA Certification GmbH anschließend vor, dem Werk Werra das Zertifikat zu erteilen.


Foto: K+S | Übergabe des Zertifikates

Für das Werk Werra ist die Zertifizierung ein starkes Signal nach innen und nach außen. „Wir haben viel Arbeit reingesteckt und sind mächtig stolz“, sagte Uli Bödicker, Werksleiter für den Bereich Umwelt und kaufmännische Funktionen, „In Sachen Umwelt-Philosophie hat sich tatsächlich bei uns viel getan.“

Im Werk Werra wurde das Umweltmanagementsystem (UMS) im Jahr 2016 – zusätzlich zu den bewährten Qualitäts- und Energiemanagementsystemen bei K+S – eingeführt, maßgeblich vorangetrieben durch Dr. Joachim Hinke und sein Team. Dr. Hinke ist Teamleiter Umweltmanagement in der Abteilung Umwelt und Genehmigungen des Werkes Werra. Er sagt: „Die Einführung des UMS ist erstmalig bei K+S in Deutschland erfolgt und ein klares Bekenntnis des Unternehmens zum Umweltschutz und ein weiterer wichtiger Baustein, um unser gemeinsames Ziel, den Umweltfrieden mit der Öffentlichkeit, zu erreichen.“

Das Audit der Haldenbewirtschaftung, das der Zertifizierung vorangegangen war, sei sehr intensiv und anspruchsvoll gewesen, stellte Dr. Hinke bei der Zertifikatsübergabe klar. „Da wurde uns nichts geschenkt!“ Umso größer ist nun die Freude im Werk Werra über das erfolgreiche Abschneiden direkt beim ersten Audit – übrigens auch bei den beteiligten Mitarbeitern der Haldenbewirtschaftung. „Die Akzeptanz des Umweltmanagements bei der Belegschaft ist groß, weil jeder weiß, wie wichtig das Umweltthema für unsere Kaliproduk-tion ist“, weiß Wolfgang von der Ehe, der u.a. für die Haldenbewirtschaftung am Standort Hattorf zuständig ist. „Die Zertifizierung ist ein Meilenstein und zeigt, dass wir uns mit unserem Einsatz nicht verstecken müssen.“

Dass man sich nicht verstecken muss, aber mit dem Zertifikat ebenfalls nicht zurücklehnen darf – darüber sind sich alle Beteiligten im Klaren. „Das Zertifikat ist auch eine Verpflichtung für Sie“, sagte auch Frank Otto von der DEKRA und kündigte an: „Im kommenden Jahr kommen die Auditoren und überprüfen Sie wieder.“

Das UMS umfasst die Planung, Steuerung, Überwachung und Verbesserung aller betrieblichen Maßnahmen zum Umweltschutz sowie das umweltorientierte Verhalten der Mitarbeiter. Aktuell gilt das UMS im Werk Werra für die Haldenbewirtschaftung, soll aber nach und nach auch auf andere Umweltbe-reiche ausgeweitet werden. Auch die Übertragung des Systems auf andere K+S-Standorte ist geplant.

Werk Werra

Das Verbundwerk Werra der K+S KALI GmbH mit seinen Standorten Hattorf und Wintershall in Hessen und Unterbreizbach und Merkers in Thüringen ist der größte Standort der K+S KALI GmbH. Im Kaliwerk Werra werden neben Düngemitteln auch Vorprodukte für vielfältige technische und industrielle Anwendungen sowie für die Pharma-, Lebensmittel- und Futtermittelindustrie hergestellt. Das Werk Werra beschäftigt rund 4.000 Menschen, darunter 300 Auszubildende. Damit ist es ein wichtiger Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb im Städtedreieck zwischen Bad Hersfeld, Bad Salzungen und Eisenach.

Mehr unter: www.kali-gmbh.com/werra