Werratal:
Kaliproduktion am Werk Werra mindestens bis Weihnachten sicher

Wirtschaft

Ein Artikel von Redaktion (pm)

Trotz der anhaltenden, extremen Trockenheit ist jetzt eine Vollproduktion an den drei Standorten des Kaliwerkes Werra bis einschließlich 23. Dezember gewährleistet. Grund hierfür sind kontinuierliche Optimierungen beim Abwassermanagement sowie die Nutzung vorhandener Möglichkeiten zur standortfernen Entsorgung.

Vor diesem Hintergrund sind entsorgungsbedingte Produktionsunterbrechungen nunmehr unter der Annahme anhaltender, extremer Trockenheit nur noch über die Feiertage bis zum 1. Januar zu erwarten. Sollten in den kommenden Tagen nennenswerte Niederschläge eintreten, könnten sich diese Stillstände weiter verringern.

K+S erwartet daraus im vierten Quartal 2018 einen negativen EBITDA-Effekt von maximal 15 Mio. Euro. "Unsere Bandbreite für das EBITDA von 570 bis 630 Mio. Euro können wir nun einschließlich dieser möglichen zusätzlichen Belastung bestätigen. Dabei gehen wir von einem durchschnittlichen Auftausalzgeschäft im Dezember aus", sagt K+S- Vorstandschef Dr. Burkhard Lohr.

K+S blickt darüber hinaus auch auf eine positive Geschäftsentwicklung im laufenden Quartal. "Unser Auftausalzgeschäft ist sehr ordentlich angesprungen. Wichtig ist aber der Dezember. Hinzu kommt eine weiterhin positive Preisentwicklung sowie eine anhaltend robuste Nachfrage im Kaligeschäft", so Dr. Lohr weiter.

Positiver Blick auf Produktion im Jahr 2019

K+S wird die erwarteten Produktionsunterbrechungen nutzen, um die Bestände in den Pufferspeichern zu reduzieren. Das sollte dazu führen, dass auch bei anhaltender Trockenheit im ersten Quartal 2019 Stillstände in der Kaliproduktion am Werk Werra unwahrscheinlich sind.

Ab Frühsommer 2019 wird K+S aller Voraussicht nach zudem in der Lage sein, die temporären Speicherkapazitäten für Salzabwässer vor Ort um bis zu 400.000 m3 auf insgesamt bis zu 1 Mio. m3 steigern zu können. Die technische Lösung für die Einstapelung von Salzabwässern unter Tage steht. Die Vorbereitung der Genehmigung ist eingeleitet. "Wir dürften im kommenden Jahr eine deutlich höhere Sicherheit in der Produktion auch bei anhaltend trockener Witterung haben", so Dr. Lohr abschließend.