Werratal:
Kalistandorte Wintershall und Hattorf wieder angefahren

Wirtschaft

Ein Artikel von Redaktion (pm)

K+S hat die Produktion an den Standorten Wintershall (Heringen) und Hattorf (Philippsthal) heute wieder angefahren. Die uneingeschränkte Vollproduktion des Verbundwerkes Werra sollte bis zum 1. Oktober erreicht sein. Grund für die Unterbrechung war die außergewöhnlich lang anhaltende Trockenheit und die damit verbundene, extrem niedrige Wasserführung der Werra. Dadurch war die Einleitung von Salzabwässern nur sehr eingeschränkt bzw. gar nicht möglich.
"Unsere Mannschaft hat diese außergewöhnliche Situation mit hoher Flexibilität gemeistert und zwischenzeitlich auch sehr engagiert auf Schwesterwerken ausgeholfen. Mein Dank gilt daher allen Kolleginnen und Kollegen des Werkes Werra", betont K+S-Vorstandsvorsitzender Dr. Burkhard Lohr.

In den vergangenen fünf Wochen konnten durch die Nutzung der Versenkung und die temporäre Entsorgung von Halden- und Produktionswässern in Niedersachsen sowie Sachsen-Anhalt ausreichend freie Kapazitäten in den Stapelbecken vor Ort geschaffen werden, so dass die Wiederaufnahme der Produktion jetzt möglich geworden ist. Darüber hinaus stehen kurzfristig zwei zusätzliche Speicherbecken zur Verfügung.

K+S hatte bereits im August darauf hingewiesen, dass es Produktionsunterbrechungen aufgrund der lang anhaltenden, extremen Trockenheit geben könnte. Die damit verbundenen negativen Ergebniseffekte sind in der bisher genannten EBITDA-Prognose für das Jahr 2018 mit einer Bandbreite von 660 bis 740 Mio. Euro nicht enthalten. Die Ergebniseffekte pro Stillstandstag wurden auf bis zu 1,5 Mio. Euro je Standort beziffert. K+S erwartet aufgrund der notwendigen Stillstände im dritten Quartal einen negativen EBITDA-Effekt von rund 80 Mio. Euro.

Aus heutiger Sicht sind weitere Produktionsstillstände bis zum Jahresende unwahrscheinlich. Diese können aber auch nicht völlig ausgeschlossen werden, da die Niederschläge der vergangenen Tage gezeigt haben, dass damit noch keine Normalisierung der Pegelstände einher geht. Daher sind weitere, temporär umfangreiche Transporte von Salzwässern zur standortfernen Entsorgung und damit verbundene zusätzliche Aufwendungen in den nächsten Monaten wahrscheinlich.

K+S wird bei der Vorlage der Zahlen für das dritte Quartal am 15. November neue Ergebnisschätzungen für das Gesamtjahr 2018 veröffentlichen.