Kassel:
K+S sichert sich Zugriff auf Kaliumsulfat in Australien

Wirtschaft

Ein Artikel von Redaktion (pm)

K+S hat mit dem australischen Unternehmen Kalium Lakes eine Vereinbarung zur Abnahme von bis zu 90.000 Tonnen des Spezialdüngemittels Kaliumsulfat (SOP) pro Jahr abgeschlossen. Die Laufzeit der Vereinbarung beträgt zehn Jahre und sichert K+S den vollständigen Zugriff auf die erste Kaliumsulfat-Produktion in Australien.

"Die Vereinbarung mit Kalium Lakes passt ideal zu unserer Strategie Shaping 2030, die unter anderem den Ausbau des Spezialitätengeschäfts vorsieht", sagt Alexa Hergenröther, Leiterin der Operativen Einheit Europe+. "Die zusätzlichen Mengen an Kaliumsulfat werden unser Produktangebot aus der eigenen SOP-Herstellung in Deutschland ergänzen. Zugleich können wir damit bestehende Kunden besser beliefern und neue Kunden hinzugewinnen."

Kalium Lakes plant, ein unterirdisches Solevorkommen in der Pilbara Region in Westaustralien zu entwickeln und aus der geförderten Sole durch Solarevaporation Kaliumsulfat zu produzieren. Die endgültige Investitionsentscheidung seitens Kalium Lakes soll im zweiten Quartal 2019 getroffen werden. Für die Dauer der Errichtung aller notwendigen Produktionsanlagen werden rund 15 Monate veranschlagt, so dass gegen Ende 2020 / Anfang 2021 mit ersten nennenswerten Mengen an Kaliumsulfat zu rechnen ist. Die Übereinkunft beinhaltet keinen Kapitaleinsatz seitens K+S.

Kaliumsulfat (SOP) ist ein höherpreisiges Spezialdüngemittel, das unter anderem für Obstsorten wie Mango und Ananas sowie für Gemüse und Tabak angewendet wird.

Über Kalium Lakes

Kalium Lakes Limited ist ein Explorations- und Entwicklungsunternehmen, das sich auf die Entwicklung des Beyondie-Kaliumsulfat-Projekts in Westaustralien fokussiert. Ziel ist, eine Kaliumsulfat-Produktion für in- und ausländische Märkte aufzubauen. Derzeit gibt es keine derartige Produktion auf dem australischen Kontinent. Kalium Lakes ist an der australischen Börse ASX (Kürzel: KLL) notiert.