Werratal / Kalirevier:
K+S verbessert Umsatz, Ergebnis und Cashflow

Wirtschaft

Ein Artikel von Redaktion (pm)

Die K+S Gruppe hat auch im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres Zuwächse bei den wichtigsten Kennzahlen erzielt. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8 % auf 879 Mio. €. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich um 24 % auf 130 Mio. €. Das gute Preisumfeld bei Düngemitteln sowie höhere Produktionsmengen der Werke Werra und Bethune haben dazu maßgeblich beigetragen. Der bereinigte Freie Cashflow wurde im gleichen Zeitraum erneut deutlich gesteigert und erreichte mit 102 Mio. € den besten Wert eines zweiten Quartals seit dem Jahr 2011.

•    Umsatz: + 8 % auf 879 Mio. € (Q2/2018: 812 Mio. €)
•    EBITDA steigt um 24 % auf 130 Mio. € (Q2/2018: 105 Mio. €)
•    Bereinigter Freier Cashflow um rund 150 Mio. € auf 102 Mio. € deutlich verbessert (Q2/18: - 49 Mio. €)
•    Nettofinanzverschuldung im Verhältnis zum EBITDA weiter reduziert
•    Ausblick für Gesamtjahr 2019 konkretisiert:
o    Deutlicher EBITDA-Anstieg auf 730 bis 830 Mio. € erwartet (bislang: 700 bis 850 Mio. €; 2018: 606 Mio. €)
o    Bereinigter Freier Cashflow in Höhe von mindestens 100 Mio. € erwartet (2018: - 206 Mio. €)

"Die Entwicklung beim Cashflow ist sehr positiv und unser Ergebniswachstum hat sich im zweiten Quartal sogar noch etwas beschleunigt", sagt Dr. Burkhard Lohr, Vorstandsvorsitzender der K+S Aktiengesellschaft. "Daher bin ich weiterhin sehr zuversichtlich, dass wir unser EBITDA in diesem Jahr deutlich steigern werden."

Umsatzzuwächse in beiden operativen Einheiten

Der Umsatz der operativen Einheit Europe+ stieg im zweiten Quartal um 10 % auf 627 Mio. € und das EBITDA verbesserte sich um knapp 30 % auf 128 Mio. €. Die operative Einheit Americas steigerte den Umsatz um 5 % auf 251 Mio. €. Aufgrund gestiegener Kosten lag das EBITDA in einem saisonal bedingt schwachen Quartal mit 14 Mio. € rund 8 Mio. € unter dem Ergebnis des Vorjahres.

Entwicklung in den neuen Kundensegmenten

Landwirtschaft

Höhere Preise und eine gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegene Absatzmenge führten im Kundensegment Landwirtschaft zu einem Umsatzplus von 15 % auf 440 Mio. € sowie zu einer Verbesserung des EBITDA um knapp die Hälfte auf 95 Mio. €.

Industrie

Trotz eines durch gestiegene Preise und positive Währungseffekte unterstützten Umsatzanstieges von 2 % auf 283 Mio. € führten höhere Kosten zu einem um 8 % rückläufigen EBITDA im Kundensegment Industrie.

Verbraucher

Das Kundensegment Verbraucher verbesserte den Umsatz im zweiten Quartal um 6 % auf 109 Mio. € und das EBITDA sogar um 21 % auf 9 Mio. €. Gestiegene Preise, insbesondere für Wasserenthärtungssalze in Nordamerika, sowie positive Währungseffekte waren hierfür ausschlaggebend.

Gemeinden

Im saisonal üblicherweise schwachen zweiten Quartal sank der Umsatz im Kundensegment Gemeinden um 2 % auf 47 Mio. €. Der Absatz mit Auftausalzen lag etwas unter dem des Vorjahreszeitraums. Aufgrund von höheren Kosten für Instandhaltung und Logistik ging das EBITDA auf - 18 Mio. € zurück.

Bereinigter Freier Cashflow erneut deutlich verbessert

Vor allem aufgrund der operativen Ergebnisverbesserung und eines weiter optimierten Nettoumlaufvermögens konnte der bereinigte Freie Cashflow im zweiten Quartal um rund 150 Mio. € auf 102 Mio. € gesteigert werden. Auf Halbjahressicht erhöhte sich der Wert sogar um rund 240 Mio. € auf 335 Mio. €.

Auch der Verschuldungsgrad (Nettofinanzverbindlichkeiten/EBITDA) konnte zum 30. Juni 2019 auf das 4,4-fache (31.12.2018: 5,3-fache) weiter deutlich reduziert werden. K+S befindet sich somit auf einem guten Weg, den Verschuldungsgrad gegenüber dem 1. Halbjahr 2017 (5,6-fach) bis Ende 2020 wie geplant zu halbieren.

Ausblick konkretisiert – Deutliche EBITDA-Steigerung erwartet

K+S erwartet ein EBITDA für das Jahr 2019 zwischen 730 und 830 Mio. € (bisher: 700 bis 850 Mio. €, 2018: 606 Mio. €). Dies entspricht im Mittelwert einer leichten Erhöhung gegenüber der zuletzt veröffentlichten Spanne. Der positive Effekt aus einer veränderten Einschätzung der Euro-Dollar-Währungsrelation sollte die verlängerte Instand¬haltungspause in Bethune sowie eine temporär etwas vorsichtigere Einschätzung aufgrund des chinesischen Importstopps für Kaliumchlorid mehr als ausgleichen können.

Vor dem Hintergrund der jüngst erhöhten Speichermöglichkeiten für Salzabwasser unter Tage sieht sich K+S darin bestärkt, witterungsbedingte Stillstände in der Produktion an der Werra auch im Falle lang anhaltender Trockenheit mit großer Wahrscheinlichkeit ausschließen zu können.

Im Mittelwert der Ergebnisbandbreite erwartet das Unternehmen für das Jahr 2019 einen deutlich verbesserten bereinigten Freien Cashflow in Höhe von mindestens 100 Mio. € (bisher: deutlicher Anstieg/positiv, 2018: - 206 Mio. €).