Landkreis Hersfeld-Rotenburg:
Arbeitslosigkeit sinkt entgegen dem Trend

Wirtschaft

Ein Artikel von Redaktion (pm)

Entgegen dem zum Jahresende üblichen Trend ist die Zahl der Arbeitslosen in der Region Hersfeld-Rotenburg im Dezember gesunken: um 84 auf 2.075. Die Arbeitslosenquote liegt bei 3,2 Prozent (Vormonat: 3,3 Prozent; Vorjahr: 3,5 Prozent).

Der Rückgang der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr vollzog sich sowohl bei der Agentur für Arbeit als beim Jobcenter des Landkreises. So waren bei der Arbeitsagentur im Dezember 782 Personen arbeitslos gemeldet (-1,5 Prozent zum Vorjahr), beim Kreisjobcenter 1.293 (-10,0 Prozent).

Während sich die Arbeitslosigkeit bei Männern im Vergleich zum Dezember 2018 um 8,6 Prozent auf 1.117 verringerte, sank die Anzahl der arbeitslosen Frauen binnen Jahresfrist um 5,1 Prozent auf 958. Auch bei den anderen Personengruppen entwickelten sich die Arbeitslosenzahlen positiv. „Besonders erfreulich ist der starke Rückgang der Arbeitslosigkeit um rund 15 Prozent bei jüngeren Menschen“, erklärt Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda. Derzeit sind in der Region 194 Männer und Frauen unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet.

Stark zurückgegangen ist in der Region Hersfeld-Rotenburg die Langzeitarbeitslosigkeit. Mit 720 liegt die Zahl der Personen, die seit einem Jahr oder länger arbeitslos sind, um mehr als ein Fünftel unter dem Vorjahreswert.

Mit 1.456 offenen Stellen beim Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur ist der Bedarf an heimischen Betriebe um nahezu 14 Prozent höher als vor einem Jahr. Es wird zunehmend komplexer, die gefragten Fachkräfte für die Unternehmen zu finden. Rechnerisch kommen zwar 1,4 arbeitslose Personen auf eine freie Stelle, doch immer seltener passen die Anforderungen der Stellen und die Profile der Bewerber zusammen. „Arbeitsagentur und Landkreis investieren verstärkt in die Qualifizierung der arbeitslosen Menschen, um diesen auf dem Arbeitsmarkt gefragte Fähigkeiten zu vermitteln“, erklärt Agenturleiter Dombrowski.