Landkreis Hersfeld-Rotenburg:
Herbstbelebung lässt Arbeitslosigkeit deutlich sinken

Wirtschaft

Ein Artikel von Redaktion (pm)

Die Arbeitslosigkeit in der Region sinkt weiter: Im Oktober waren im Landkreis Hersfeld-Rotenburg 2.183 Personen arbeitslos gemeldet – 79 weniger als im September. Die Arbeitslosenquote liegt bei 3,4 Prozent (Vormonat: 3,5 Prozent; Vorjahr: 3,7 Prozent) und damit unter dem Hessendurchschnitt (4,3 Prozent).

Von der guten Konjunkturentwicklung konnten alle Personengruppen profitieren – sowohl im Vergleich zum Vormonat als auch zum Vorjahr. Besonders ausgeprägt ist der Rückgang zum Vorjahresmonat bei Frauen und jüngeren Personen unter 25 Jahren. Aber auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen und damit korrelierend die der arbeitslosen Menschen ohne deutschen Pass gingen überproportional zurück.

Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda, freut sich über die Herbstbelebung, die ähnlich stark ausgeprägt ist wie im vergangenen Jahr. Zudem sieht er nach wie vor Anzeichen für eine solide Beschäftigungslage: „Trotz gedämpfter Konjunkturerwartungen zeigt sich der Arbeitsmarkt in unserer Region bemerkenswert stabil. So ist es im Oktober gelungen, mehr Personen aus der Arbeitslosigkeit in eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt zu integrieren als vor einem Jahr. Auch wenn wir die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen der Agentur für Arbeit und des Jobcenters berücksichtigen, ist die Beschäftigungssituation signifikant besser als im Oktober des Vorjahres.“ Zudem wird noch ein nennenswerter Teil der Einstellungen für das Weihnachtsgeschäft erwartet.

Auch die Stellenseite belegt die derzeit robuste Verfassung des Marktes. In nahezu allen Branchen und Bereichen besteht ein enormer Bedarf an Personal. Dem Arbeitgeberservice liegen momentan 1.468 Stellen zur Vermittlung vor. Das sind 50 mehr als im Vorjahresmonat. Sehr gute Chancen auf eine Anstellung haben unter anderem Berufskraftfahrer, Servicepersonal und Köche im Hotel- und Gaststättengewerbe, Physiotherapeuten, Frisöre sowie Fachkräfte in der Kranken- und Altenpflege. Darüber hinaus werden in großem Umfang Lagerarbeiterinnen und –arbeiter benötigt, und zwar über die Vorweihnachts-Saison hinaus.
Die Jahresbilanz zum Ausbildungsjahr 2018/19 wird am kommenden Freitag im Rahmen der Konferenz „Ausbildung und Qualifizierung“ veröffentlicht.