Werratal / Kalirevier:
Landräte: Interessen des größten Arbeitgebers K+S ernst nehmen

Wirtschaft

Ein Artikel von Redaktion (pm)

Mit dem Ausbau der Bahnstrecke zwischen Fulda und Gerstungen wird laut der Deutschen Bahn ein wichtiger Bestandteil des Fernverkehrsnetzes optimiert. Noch ist nicht abschließend geklärt, wo genau die neue Trasse verlaufen wird. Die Auswirkungen auf einen der größten Arbeitgeber der Region könnten allerdings einschneidend sein: die Trassenplanung könnte die Entwicklung des Abbaugebiets des K+S-Bergwerks Hattorf-Wintershall einschränken. Deshalb machen sich die beiden Landräte Dr. Michael Koch (Hersfeld-Rotenburg) und Reinhard Krebs (Wartburgkreis) für eine Trassenführung außerhalb des potentiellen Abbaugebiets von K+S stark.

Aktuell ist die Bahn vom Bund damit beauftragt, geeignete Trassenverläufe zu ermitteln. K+S betreibt in beiden Landkreisen Produktionsstandorte, der Suchraum für den möglichen Trassenkorridor liegt auch im bestehenden Abbaugebiet des Werkes Werra. Gerade hinsichtlich der Ausrichtung zukünftiger Lagerstätten spielt der Trassenverlauf eine wichtige Rolle für K+S.

In einer gemeinsamen Pressemitteilung betonen die Landräte, dass für den finalen Verlauf des Trassenkorridors sämtliche Möglichkeiten berücksichtigt werden müssen, ohne dabei die Wirtschaftskraft der Region unnötig einzuschränken. Landrat Dr. Michael Koch sagt: „Der Ausbau des Bahn-Streckennetzes ist ein Vorhaben von essenzieller Bedeutung. Wir dürfen nicht den Anschluss an große Ballungszentren wie das Rhein-Main-Gebiet und den neuen ICE-Knotenpunkt Erfurt in der Mitte Deutschlands verlieren. Wir fordern zudem einen ICE-Halt im Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Der von Bürgermeister Thomas Fehling erarbeitete Vorschlag erscheint mir dabei eine geeignete Lösung, bei der die regionalen Interessen in besonderer Weise Berücksichtigung finden.“

Sein Kollege Reinhard Krebs fügt hinzu: „Ich habe großes Interesse daran, dass es einen Ausgleich zwischen den Interessen der K+S hinsichtlich des Erhalts wichtiger Arbeitsplätze im Bergbau gibt und dem Erschließen von überregionaler Infrastruktur, zu welchem wir natürlich auch unseren Beitrag leisten wollen.“