Landkreis Hersfeld-Rotenburg:
Stabile Arbeitsmarktlage / Aber: Nachfragen nach Kurzarbeit nehmen zu

Wirtschaft

Ein Artikel von Redaktion (pm)

Die Arbeitslosigkeit in Waldhessen ist im November erneut leicht gesunken.  Zum Monatsende sind im Landkreis Hersfeld-Rotenburg 2.159 Personen arbeitslos gemeldet – 24 weniger als im Oktober. Die Arbeitslosenquote liegt weiterhin bei 3,3 Prozent (Vorjahr: 3,6 Prozent).

Gegenüber dem Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit nach wie vor deutlich niedriger. Von der positiven Entwicklung im Vergleich zum November 2018 konnten alle Personengruppen profitieren, am meisten Frauen (-99 auf 986), ältere Arbeitslose über 50 Jahren (-56 auf 742), Ausländerinnen und Ausländer (-43 auf 569) sowie jüngere Menschen unter 25 Jahren (-76 auf 202). Auch die Langzeitarbeitslosigkeit konnte spürbar abgebaut werden.

Bei der Arbeitsagentur waren im November 800 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet und somit 12 weniger als vor einem Jahr; das Jobcenter des Landkreises Hersfeld-Rotenburg verzeichnete mit 1.359 Arbeitslosen einen Rückgang um 143 innerhalb eines Jahres.

„Erfreulich ist, dass im November 236 arbeitslose Menschen eine Beschäftigung aufgenommen haben. Das sind 32 mehr als im Vorjahresmonat. Dies spricht für die insgesamt immer noch stabile Arbeitsmarktlage in der Region“ stellt Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda, fest. Vor allem im Bereich „Logistik/Versandhandel“ liegen die Einstellungszahlen über dem Vorjahr.

Mit 1.607 vakanten Stellen ist der Personalbedarf der heimischen Wirtschaft zwar weiterhin hoch, jedoch registriert die Arbeitsagentur seit einigen Monaten einen stärkeren Beratungsbedarf der Unternehmen bezüglich der Kurzarbeit. Zugleich ist die Zahl der erfolgten betrieblichen Anzeigen über Kurzarbeit deutlich gestiegen. Dies spricht für eine schlechter werdende Auftragslage bzw. abnehmende Konjunkturdynamik.“