Philippsthal (Werra):
Projekt DabeiSein: Ehrenamtliche Unterstützung für Menschen mit Demenz

Kunst, Kultur & Soziales

Ein Artikel von Redaktion(pm)

Bereits 2024 hat die VIA gGmbH gemeinsam mit dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg das Betreuungsangebot „DabeiSein“ auf den Weg gebracht, durch das Menschen mit Demenz unterstützt und ihre Angehörigen im Alltag entlastet werden sollen. Zentraler Stützpfeiler des Angebots sind ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die unter fachlicher Leitung einen regelmäßigen Gruppennachmittag für Menschen mit Demenz gestalten. Wöchentlich findet dieser jeweils am Mittwoch von 15 Uhr bis 18 Uhr im Gemeindezentrum der Evangelischen Martinskirchengemeinde (Schlippental 39, 36251 Bad Hersfeld) statt. 

In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Philippsthal und dem Evangelischen Alten- und Pflegeheim Haus Kreuzberg haben auch Ende des vergangenen Jahres wieder 14 Teilnehmende die kostenlose Schulung, die zur Mitarbeit am Projekt erforderlich ist, erfolgreich abgeschlossen. 30 Stunden lang haben sie sich in zwölf Modulen intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt. Die Helferinnen und Helfer stehen jetzt bereit, um sich in einer weiteren Betreuungsgruppe für Menschen mit Demenz oder auch der häuslichen Einzelbetreuung einzubringen.  

Dirk Noll, Erster Kreisbeigeordneter und Sozialdezernent zeigte sich begeistert über den Einsatz und das Engagement der Ehrenamtlichen. Bei der Abschlussveranstaltung gratulierte er den Teilnehmenden persönlich und übergab ihnen ihre Zertifikate. 

Claudia Wachenfeld-Schlander (Tel.: 06621 87-5323, E-Mail: c.wachenfeld-schlander@hef-rof.de) von der Seniorenberatung Waldhessen sowie Dirk Klotzbach (Tel.: 06621 87-5313, E-Mail: d.klotzbach@hef-rof.de) und Dirk Hewig vom Fachdienst Senioren des Landkreises organisierten die Schulung und führten sie durch. Sie können auch Fragen zur Schulung und zum Betreuungsangebot beantworten.

Hintergrund

Rund 1,8 Millionen Menschen in Deutschland leben derzeit mit einer Demenz, Tendenz steigend. Bis zum Jahr 2050 gehen wissenschaftliche Prognosen bereits von einer Zunahme dieser Zahl auf etwa 2,8 Millionen Betroffene aus. Angesichts dieser Entwicklung sind niedrigschwellige, wohnortnah verfügbare Hilfen unerlässlich.

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Foto: Haus Kreuzberg | Erster Kreisbeigeordneter Dirk Noll (links) überreichte den 14 Teilnehmenden, die die Schulung erfolgreich absolvierten, ihre Zertifikate.