Landkreis Hersfeld-Rotenburg:
Bis 2022: So entwickeln sich die Schülerzahlen im Landkreis

Regionales

Ein Artikel von Redaktion (pm)

Die Studie ist knapp 300 Seiten stark und das Werk von knapp einem Jahr intensiver Arbeit. Die Schulkommission hat am Dienstag den Entwurf eines Schulentwicklungsplans bis zum Jahr 2022 vorgelegt. Das Dokument ist ab sofort auf der Internetseite des Landkreises für jeden einsehbar.

http://www.hef-rof.de/de/landratsamt/bildung-sport/schulentwicklungsplan

„Nur wenige Themen der Politik werden so an- und ausdauernd diskutiert wie die Zukunft unserer Schulen", weiß Landrat Dr. Michael Koch, als Dezernent zuständig für den Bereich Schule im Landkreis Hersfeld-Rotenburg: „Bildung ist der Standortfaktor der Zukunft des ländlichen Raumes, damit auch unseres Landkreises. Sinkende Schülerzahlen stellen uns hier vor große Herausforderungen.“

Der jetzt veröffentlichte kreisweiten Schulentwicklungsplan gibt einen Überblick über die bisherige und zukünftige Schülerzahlentwicklung der 20 Städte und Gemeinden im Kreis. So beschreibt die demographische Entwicklung von 2007 bis heute, also im Zeitraum von zehn Jahren, einen Rückgang von 11,61 % der Schüler im Kreisgebiet.

„Die Schulkommission hat sich ganz objektiv angeschaut, wie die Entwicklung bis 2022 aussieht. Dieser Entwurf ist eine Diskussionsgrundlage und noch keine Entscheidung. Ich wünsche mir eine transparente Debatte, deshalb stellen wir diesen Schulentwicklungsplan bereits als Entwurf ins Internet." Der Kreisausschuss befasste sich am Dienstag mit dem Plan. In einer Anhörungsphase werden sich jetzt die Schulen, Bürgermeister der Gemeinden, Eltern- und Schülerräte im Detail mit dem Werk befassen. Danach wird erneut der Kreisausschuss über den Plan beraten, bevor er schließlich in den Kreistag eingebracht wird.

Landrat Koch erinnerte daran, dass der Landkreis als Schulträger per Gesetz verpflichtet ist, die Schulumlage, die von den Städten und Gemeinden des Kreises erhoben wird, kostendeckend zu gestalten. „Diese wird aufgrund geänderter Rahmenbedingungen steigen", so Koch: „Daher haben wir sehr genau den Investitionsbedarf jedes einzelnen Schulstandorts hinterfragt und es uns bei den hier vorliegenden Empfehlungen nicht leicht gemacht." Damit einher geht die Frage nach Zusammenlegung von Schulen, dem Fortbestand von Einzelschulen oder auch die Entscheidung für ein Schulformmodell.

Der vorgelegte Plan gilt als Diskussionsgrundlage und Beschlussvorschlag für die Organe des Schulträgers, den Kreisausschuss und den Kreistag. "Allen denjenigen, die bei diesem Prozess ihren Beitrag geleistet haben, sei an dieser Stelle herzlich gedankt", betont Koch. Die politische Entscheidung über die zukünftige Schullandschaft im Landkreis wird im kommenden Jahr der Kreistag treffen.

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