Osthessen:
Einbrüche verhindern: Osthessische Polizei verstärkt Kontrolle und Prävention

Nachrichten

Ein Artikel von Redaktion (pm)

Früh einsetzende Dunkelheit einhergehend mit einer sichtbaren Abwesenheit von Zuhause: Die Zeitumstellung auf "Winterzeit" läutet nicht nur die Herbst- und Wintermonate ein, sondern ruft erfahrungsgemäß auch Einbrecher auf den Plan. Das Polizeipräsidium Osthessen führt daher in den kommenden Wochen wieder zielgerichtete Kontroll- und Präventionsmaßnahmen zur Bekämpfung der Einbruchskriminalität durch.

Fast jeder zweite Wohnungseinbruch in Osthessen gescheitert

Die Zahlen im Deliktsfeld Wohnungseinbruchsdiebstahl sind in Osthessen in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken. Mit insgesamt 269 Fällen an versuchten und vollendeten Wohnungseinbruchsdiebstählen im Jahr 2020 bleiben die Fallzahlen in Osthessen sogar zum zweiten Mal in Folge unter der 300-Marke und stellen zugleich das niedrigste Straftatenaufkommen aller hessischen Polizeipräsidien in diesem Deliktsfeld dar. Über 47 Prozent der Einbrüche wurden im Jahr 2020 in den osthessischen Landkreisen im Versuchsstadium abgebrochen - ein historischer Spitzenwert.

Der starke Rückgang der Fallzahlen seit 2016 sowie der hohe Anteil an Versuchstaten dürfte unter anderem auf einen anhaltend hohen Kontrolldruck, intensive Präventionsmaßnahmen und verbesserte Sicherungstechnik im Bereich des Wohnungseinbruchsdiebstahls zurückzuführen sein. So führten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fachstelle Prävention des Polizeipräsidiums Osthessen allein seit 2018 bei rund 1.000 Bauherren, Geschäftsleuten sowie Haus- und Wohnungsbesitzern kostenlose kriminalpolizeiliche Beratungen durch.

Mit Hilfe der Bürgerinnen und Bürgern möchte die osthessische Polizei auch weiterhin die Einbruchszahlen so gering wie möglich halten. Denn: Jeder Einbruch bringt oftmals nicht nur einen finanziellen Schaden mit sich, sondern geht auch mit einem Eindringen in die Privatsphäre einher und sorgt mitunter für ein verloren gegangenes Sicherheitsgefühl in den eigenen vier Wänden.

Kostenfreie Einbruchsschutzberatung und individuelle Schwachstellenanalyse

Fenster und Türen bei Abwesenheit immer verschließen und mit geeigneter Beleuchtung die Anwesenheit im Haus simulieren lauten daher nur einige Tipps der
Polizei: Oft sind es schon Kleinigkeiten, die ein Eindringen von Fremden verhindern oder Tatgelegenheiten erschweren. Um mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen und diese über die Möglichkeiten des Einbruchsschutzes zu informieren, werden die Experten des Polizeipräsidiums Osthessen ab November mit einem Beratungsangebot in den Kommunen präsent sein.

Los geht's am 6. und 7. November in der Zeit von 10 bis 18 Uhr auf dem Martinsmarkt in Hünfeld. Weitere Termine:

   - 11. November 2021, 8 bis 18 Uhr, Stadtwache Fulda
   - 21. November, 9:30 bis 14 Uhr, Markt in Gersfeld
   - 7. Dezember, 8 bis 18 Uhr, Stadtwache Fulda

"Wir freuen uns, möglichst viele Bürgerinnen und Bürger an diesen Tagen an unserem Beratungsstand begrüßen und beraten zu dürfen", betont Marco Hohmann von der kriminalpolizeilichen Beratungsstelle. Der Kriminalhauptkommissar ist einer von drei Einbruchsschutzberatern des Polizeipräsidiums Osthessen. "Wir möchten die Menschen über die vielfältigen Möglichkeiten des Einbruchsschutzes aufklären und für ein sicheres zu Hause sorgen", so Hohmann weiter.

Übrigens: Die Einbruchsschutzberater kommen für eine individuelle Schwachstellenanalyse auch gerne direkt zu den Bürgerinnen und Bürgern nach Hause - und das kostenfrei.

Beratungstermine vereinbaren

Gerne stehen die osthessischen Ansprechpersonen der kriminalpolizeilichen Beratungsstellen für individuelle Beratungen oder Fragen rund um das Thema Einbruchsschutz zur Verfügung. Die Erreichbarkeiten finden Sie auf der Homepage des Polizeipräsidiums Osthessen unter www.polizei.hessen.de. Darüber hinaus informiert die osthessische Polizei regelmäßig auf Twitter, Instagram und Facebook unter @polizei_oh über bevorstehende Veranstaltungen und gibt nützliche Tipps zum Einbruchsschutz.