Werratal / Kalirevier:
Jägerstein-Ultra 2019-ein Extrem-Traillauf im Thüringer Wald

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Ein Artikel von Uwe Sandrock (pm)

Martin Weiß, Triathletenschmiede Werratal erkämpfte sich Platz 1 der Altersklasse

Am letzten Wochenende stand für Martin Weiß der mittlerweile sechste Ultralauf in diesem Jahr an. Es war ein Einladungslauf vom Lauffeuer Fröttstädt über 71 Km Länge mit 2.200 Höhenmetern. Das Teilnehmerfeld mit knapp 30 Ultraläufern, war nur für sehr erfahrene Sportler auserkoren, die bereits über mehrfache Traillauferfahrungen verfügten.

Der Start erfolgte in Tambach-Dietharz, Zieleinlauf war der Jägerstein am Berggasthof Schmücke. Die besondere Herausforderung bestand darin, mit einem Navigationsgerät selbständig die Route zu finden, denn der Streckenverlauf war nicht markiert. Es gab lediglich zwei Verpflegungsstellen bei Kilometer 25 und bei Kilometer 50. Als Startvoraussetzung hatten alle Teilnehmer eine Mindestausrüstung beim Einchecken vorzuweisen. Dazu gehörten: Laufrucksack, 2 Stirnlampen, 1 Paar Socken extra, Langarmshirt, Rettungsdecke, ein Mobiltelefon sowie das vorprogrammierte GPS-Gerät. Die angekündigten Temperaturen sollten sich zwischen 4 Grad plus und 4 Grad minus bewegen. Neben Regen und Nebel war auch Schnee angekündigt.

Um sechs Uhr morgens ging es dann für Martin Weiß, der für die Triathletenschmiede Werratal gemeldet war, vor der Domäne in Fröttstädt los. Den ersten Teil der Strecke lief er mit einem befreundeten Ultraläufer zusammen bis zum ersten Verpflegungsplatz kurz vor Tambach-Dietharz, wo es u.a. leckere Nudelsuppe gab. Nach kurzer Stärkung es ging immer tiefer in den Thüringer Wald hinein, hoch und runter über Stock und Stein und eine Bachquerung bis zur Wegscheide bei Oberhof, dem zweiten Verpflegungspunkt. Nach einer kurzen Pause ging es nun zum letzten Teilstück über den Jägerstein auf den Schneekopf hinab zur Schmücke.

Doch bis zum Ziel, war es noch ein hartes Stück Arbeit. Vor ihm lag der kilometerlange ansteigende Gehlbergpfad, dieser führte nach Gehlberg zum Sportplatz, hier gab es nochmals eine kleine Stärkung. Dies war auch nötig, den jetzt ging erst richtig los. Nach einem Trail hinab ins Tal ging es erst einen Waldweg hinauf zu der ehemals steilsten Skipiste Thüringens. Da es dort schon dunkel war, hatte Martin den nächsten Abzweig, einen kleinen Pfad nicht gefunden und er entschloss sich den Rest der Skipiste hinauf zu gehen. Oben angekommen war es nicht mehr weit bis er wieder auf der vorgegeben Strecke war und es ging durch die Hölle hinauf zum Schneekopf wo noch schnell ein Beweisfoto vom Jägerstein gemacht wurde. Von dort führte die Route die letzten zwei Kilometer leicht bergab ins Ziel zur Schmücke. Völlig erschöpft, aber überglücklich durchlief Martin Weiß den Zieleinlauf. Er kam nach 11:04 h als erster der Altersklasse M40 ins Ziel.