Heringen (Werra):
Landrat genehmigt Haushalt –Stadt auf einem guten Weg

Politik

Ein Artikel von Redaktion (pm)

Landrat Dr. Michael Koch hat den Haushalt der Stadt Heringen (Werra) genehmigt. Dies gab Heringens Bürgermeister Daniel Iliev bekannt. Das Zahlenwerk mit einem Gesamtvolumen von ca. 23 Millionen Euro schließt in diesem Jahr mit einem Defizit von 495.880 Euro ab. Das Vorjahres-defizit konnte somit um etwa 12,7 Millionen Euro verringert werden. Mit dem nun genehmigten Haushalt können die dringend benötigten Vorhaben, z.B. notwendige Instandhaltungsmaßnahmen in Friedhöfe, Brandschutz oder Kindergärten, für das laufende Jahr angegangen werden. Aber auch die laufenden Bauvorhaben wie die Wölfershäuser Str. oder der Biegenrain laufen nicht Gefahr, ins Stoppen zu geraten.

Sparen nicht nur zu Lasten der Bürgerinnen und Bürger

Bürgermeister Iliev ist froh über die Genehmigung: „Die Genehmigung zeigt, dass wir auf einem gu-ten Weg sind, unsere finanzielle Situation langfristig in den Griff zu bekommen. Nur, wenn wir den eingeschlagenen Weg weiterverfolgen, können wir unseren Kopf aus eigener Kraft aus der Schlinge ziehen.“ Iliev betont, dass er insbesondere darüber froh sei, dass die Sparmaßnahmen nicht nur an die Bürgerinnen und Bürger weitergegeben wurden, sondern auch die Verwaltung sich ordentlich gestreckt habe: „Trotz dessen wir gesetzliche Vorgaben einhalten mussten, konnten wir seit meinem Amtsantritt die Personal- und Versorgungsaufwendungen – so nachzulesen in der Genehmigung – um knapp 400.000 Euro reduzieren. Auch die Übertragung eines ersten Gemeinschaftshauses an einen Trägerverein schlägt sich positiv nieder. Uns ist es wichtig, dass die Verwaltung als gutes Bei-spiel vorangeht“, betont Iliev.

fritz kunze bad mit fast einer Million Euro städtischem Zuschuss

Das Genehmigungsschreiben zeigt jedoch auch schonungslos auf, wo es bei der Stadt seit Jahren klemmt. So sei die Stadt im Bereich der freiwilligen Leistungen dringend zum Handeln gezwungen. Insbesondere das fritz kunze bad verursache ein Defizit von fast einer Million Euro. Hier empfiehlt die Kommunalaufsicht dringend eine Prüfung, ob bspw. das Bad „gegebenenfalls in eine andere Träger-schaft überführt werden kann“. Die für den diesjährigen Haushalt von Seiten der Stadtverordneten-versammlung eingeplanten Gelder möchte Iliev dafür nutzen, um berechnen zu lassen, unter wel-chen Umständen und mit welchen Szenarien das Bad kostensparender zu betreiben wäre.

Schulden verringern sich um 16,9 Millionen Euro durch Hessenkasse

Dank der bereits eingeläuteten und noch weiteren zu tätigenden Konsolidierungsmaßnahmen, dem Beitritt zum „HESSENKASSEN-Programm“ mit einer Ablösung von etwa 16,9 Millionen Euro Kassen-kredite sowie der sukzessiven Aufarbeitung der aufgelaufenen „Altlasten“ möchte Bürgermeister Iliev in den nächsten Jahren ein solides finanzielles Fundament schaffen.

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