Heringen (Werra):
SPD Heringen: Woher nimmt die WGH eigentlich diese Fantasie?

Politik

Ein Artikel von Thomas Giese (SPD)

Als „irreführend in vielerlei Hinsicht“ bezeichnet der Heringer SPD-Stadtverbandsvorsitzende Frank Roth die neueste Polemik des „Pressesprechers“. So laute die Überschrift eines Medienberichtes: „WGH fordert Flächen für Gewerbe“. Dies zeige jedoch, dass man es als Magistratsmitglied anscheinend verpasst habe, aufzupassen. „Schließlich hat die Stadt ein hervorragendes Gewerbegebiet im „Ried“, wo es gerade jetzt unter dem neuen Bürgermeister voran geht“, erklärt Roth. „Hätte die Stadtverordnetenversammlung auf Initiative Ilievs nicht das tote Pferd „Innenstadtprojekt“ aufgegeben, hätten wir schon heute keinen REWE und keinen ALDI mehr. Dann hätten wir hier den Deckel draufmachen können. Das Geld für den Stadtumbau hätten wir dann sinnvoller in eine Bimmelbahn zum Einkaufen nach Philippsthal nutzen können.“

Zudem kritisiert Roth, dass der „Pressesprecher“ völlig zusammenhanglos den Autor der K+S-Studie zitiere. So sei es zwar richtig, dass die Studie verdeutliche, Heringen habe kaum nutzbare Flächen. „Deutlich wurde jedoch auch gesagt, dass die vorherrschende Mono-Industrie kaum etwas anderes zuließe. Denn Flächen sind nun mal rar und das Ziel sollte auch entsprechend sein, die Kali-Industrie für viel viele Jahre weiterhin hier zu halten. Abgesehen davon ist beispielsweise im Industriegebiet „Waitzau“ noch Platz, wenn auch limitiert, aber hier könnten sich künftig noch weitere Betriebe ansiedeln und das werden wir als SPD vorantrieben. Und nicht wie die WGH, die bewusst die Haldenerweiterung torpediert und damit die Kali-Industrie hier gefährdet, durch solch unsägliche Pressemitteilungen.“

Zum Schluss erklärt Roth, dass er es als Kleinenseer leid sei, ständig über ein mögliches Industriegebiet in Kleinesee zu diskutieren, welches wohl nie realisierbar wäre. Jahrelang habe sich hier nichts – außer Streit, Ärger und Missachtung des Bürgerwillens – getan. „Der ehemalige Bürgermeister sollte sich lieber fragen, warum er 12 Jahre nichts Gescheites auf den Weg bringen konnte. Und auch warum bei der Stadtverordnetenversammlung im vergangenen Jahr zu einem interkommunalen Industriegebiet die WGH in großen Teilen dem Antrag des jetzigen Bürgermeisters folgte. Vor einem Jahr argumentierte man noch, dass allein die Wasseraufbereitungsanlage in Kleinensee Millionen gekostet habe, um nur die Wasserversorgung der dort lebenden Menschen zu gewährleisten. Nun ist das schon wieder alles egal. Aber solange die WGH selbst nicht weiß, was sie möchte und nur als Statist für ihre Intendanten zur Verfügung steht, ist sie politisch weder glaubwürdig, noch ernst zu nehmen. Da könnte man eigentlich nur noch lachen und sich fragen „woher nimmt die WGH eigentlich diese Fantasie?“, wenn die Lage nicht so ernst wäre.“

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