Landkreis Hersfeld-Rotenburg:
Der Arbeitsmarkt im Juli 2017 im Landkreis Hersfeld-Rotenburg

Wirtschaft

Ein Artikel von Redaktion

Halbjahreswechsel, Ferienbeginn und Ausbildungsende lassen Arbeitslosigkeit steigen / Noch 300 freie Ausbildungsstellen!

Die Arbeitslosigkeit im Landkreis Hersfeld-Rotenburg ist im Juli erwartungsgemäß angestiegen. 2.973 Personen sind aktuell arbeitslos gemeldet, was einem Plus von 157 gegenüber Juni entspricht (+5,6 Prozent). Die Arbeitslosenquote beträgt 4,7 Prozent. Im Vorjahr fiel der Anstieg mit 4 Prozent etwas schwächer aus.

Die Arbeitslosigkeit ist überwiegend im Zuständigkeitsbereich der Arbeitsagentur gestiegen. Während hier im Juli 1.015 Arbeitslose verzeichnet wurden und somit 152 Personen mehr als im Vormonat (+17,6 Prozent), registrierte das Kreisjobcenter mit 1.958 Arbeitslosen nur einen Anstieg um 5 Personen (+0,3 Prozent). Binnen Jahresfrist hingegen stieg die Arbeitslosigkeit im Bereich der Arbeitslosenversicherung weniger stark an (+60 Personen oder 6,3 Prozent). Das Jobcenter hatte einen Anstieg um 128 Personen zu verzeichnen (+7,0 Prozent).

Für den relativ starken Zuwachs der Arbeitslosenzahl macht Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda, vor allem drei zeitlich zusammenkommende Faktoren verantwortlich: Den Halbjahreswechsel, den Beginn der Ferien und das Ende vieler Ausbildungsverhältnisse.

So ist die Arbeitslosigkeit insbesondere bei jüngeren Personen unter 25 Jahren (+110 auf 409) und bei Frauen (+95 auf 1.393) angestiegen. „Bei den Ausbildungsabsolventen gehen wir davon aus, dass wir einen Großteil in den nächsten Wochen und Monaten beruflich wieder integrieren werden“, erläutert der Agenturchef. Vom Auslaufen befristeter Beschäftigungsverhältnisse im kaufmännischen und im Dienstleistungsbereich dürften in hohem Maße Frauen betroffen sein.

Im Bereich der gemeldeten Stellen war im Juli kein Rückgang spürbar. Dem Arbeitgeberservice lagen 1.336 Stellen zur Vermittlung vor – 81 mehr als vor einem Jahr (+6,5 Prozent). Dies spricht für eine nach wie vor stabile Konjunkturlage.

Ausbildungsmarkt

Die Aktivitäten am Ausbildungsmarkt laufen weiterhin auf Hochtouren – es sind noch etwa 300 Stellen zu besetzen. „Auch wenn die meisten betrieblichen Ausbildungen derzeit beginnen, gibt es gerade in unserem Agenturbezirk immer noch gute Chancen, eine attraktive Lehrstelle zu ergattern“, weiß Waldemar Dombrowski. Er ermuntert die jungen Menschen, die noch auf der Suche sind, passende Alternativen zum Wunschberuf ins Auge zu fassen. Termine bei der Berufsberatung gibt es unter der kostenfreien Service-Rufnummer 0800 4 5555 00.

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