Werratal / Kassel:
K+S: Weichen auf Wachstum gestellt

Wirtschaft

Ein Artikel von Redaktion (pm)

Die K+S Gruppe hat sich in allen maßgeblichen Kennzahlen des Geschäftsjahres 2017 verbessert: Der Umsatz wuchs auf 3,6 Milliarden € (Vorjahr: 3,5 Mrd. €), das operative Ergebnis EBIT I stieg auf 271 Millionen € (Vorjahr: 229 Mio. €), und das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wurde auf 577 Millionen € gesteigert (Vorjahr: 519 Mio. €). „Obwohl 2017 ein vom Übergang geprägtes Jahr war, haben wir unsere Ziele erreicht und damit eine belastbare Grundlage für die Zukunft geschaffen“, sagt Dr. Burkhard Lohr, Vorstandsvorsitzender der K+S AG.

Vorstand und Aufsichtsrat beabsichtigen, der Hauptversammlung am 15. Mai 2018 eine Dividende in Höhe von 0,35 € je Aktie (Vorjahr: 0,30 € je Aktie) vorzuschlagen; dies entspricht einer Ausschüttungsquote von 46 % (Vorjahr: 44 %) des bereinigten Konzernergebnisses nach Steuern.

Robustes Geschäft in unseren Kernmärkten

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wirkten sich im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte eine höhere Produktverfügbarkeit – insbesondere im Bereich der Düngemittelspezialitäten – am Standort Werra sowie erste Absatzmengen aus dem neuen Werk in Kanada positiv auf die Umsatzentwicklung aus. Dem standen nachteilige Währungsentwicklungen in beiden Geschäftsbereichen gegenüber. Der Geschäftsbereich Salz war erneut der umsatzstärkste der K+S Gruppe. Erfreulich war vor allem die positive Entwicklung bei den Gewerbe- und Industriesalzen. Der Umsatz mit Auftausalz lag auf einem stabilen Niveau.

Investition in Kanada stärkt internationale Wettbewerbsfähigkeit

Das im Mai 2017 in Betrieb genommene Kalibergwerk im kanadischen Bethune machte sich bereits positiv bemerkbar: Bis zum Ende des Geschäftsjahres wurden rund 500.000 Tonnen Kali produziert. „Mit Bethune verfügen wir über Kali-Standorte auf zwei Kontinenten. Das Werk wird unser deutsches Produktionsnetzwerk ergänzen und die durchschnittlichen Produktionskosten mittelfristig reduzieren. Das eröffnet uns eine langfristige Perspektive“, erklärt Dr. Burkhard Lohr. „Bethune stärkt unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit erheblich.“

Umwelt-Engagement und Nachhaltigkeit im unternehmerischen Fokus

Positiv wirkt sich auch das verstärkte Umwelt-Engagement der K+S Gruppe aus: Mit der zu Beginn dieses Jahres in Betrieb genommenen Kainitkristallisations- und Flotationsanlage (KKF) am Standort Hattorf können zusätzliche Wertstoffe gewonnen werden. Gleichzeitig wird die Abwassermenge des Werks Werra jährlich um rund 20 Prozent reduziert. Mit einem Investitionsvolumen von 180 Millionen € ist die KKF-Anlage das bisher größte Einzelprojekt der K+S Gruppe im Gewässerschutz.

Zudem wurden durch die Einigung mit der Naturschutzorganisation BUND und der Gemeinde Gerstungen hinsichtlich der Versenkung und des Pufferspeichers Gerstunger Mulde Rechtsstreitigkeiten ausgeräumt.

„Wir setzen verstärkt auf den Dialog mit allen Anspruchsgruppen“, bekräftigt Dr. Burkhard Lohr. „Denn die sachgerechte Lösung von Umweltthemen und das klare Bekenntnis zur Nachhaltigkeit sind essentiell für K+S.“

Ausblick 2018

Für das Geschäftsjahr 2018 erwartet die K+S Gruppe, dass der Umsatz spürbar und das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) deutlich über den Werten des Vorjahres liegen wird. Bei den Kali- und Magnesiumprodukten wird sich die Steigerung der Produktionsmenge im kanadischen Bethune positiv niederschlagen. Auch im Werk Werra wird die Produktion, durch den Wegfall abwasserbedingter Unterbrechungen, wieder steigen – was ebenfalls zur weiteren Ergebnissteigerung beiträgt. Im Geschäftsbereich Salz ist aufgrund steigender Absatzmengen sowie einer weiteren Verbesserung der Profitabilität von einem spürbaren EBITDA-Anstieg auszugehen. „Wir erwarten, dass sich 2018 der Free Cash Flow deutlich verbessern wird“, ergänzt Dr. Burkhard Lohr.

Im Herbst 2017 hat die K+S Gruppe ihre Strategie „Shaping 2030“ vorgestellt. Dazu zählt auch die deutliche Fokussierung auf die vier Kundensegmente Landwirtschaft, Industrie, Verbraucher und Gemeinden. „Auf Basis unserer Kompetenzen in der Förderung und Verarbeitung von Mineralien nutzen wir die Chancen spezifischer Kundenbedürfnisse sowie globaler Megatrends“, sagt Dr. Burkhard Lohr. Daraus ergeben sich attraktive Wachstumsoptionen für das Bestandsgeschäft ebenso wie neue Geschäftsfelder, zum Beispiel in der Flüssigdüngung. Erste Projekte aus dem K+S InnovationLab – wie der im März vorgestellte Aquaponic-Container – sind bereits in der Erprobung.

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