Werratal:
Weiterhin Rückendeckung für die Kalikumpels

Politik

Ein Artikel von Redaktion


Setzen sich für die Produktionssicherheit von K+S ein: Von links Bürgermeister Roland Ernst (Unterbreizbach), Stefan Böck (Betriebsrat K+S), Bürgermeister Ralf Orth (Philippsthal), Bürgermeister Andre Stenda (Hohenroda), André Bahn (Betriebsrat K+S) und 1. Stadtrat Johannes Beyer (in Vertretung für Bürgermeister Daniel Iliev).

Kürzlich hat ein weiteres Treffen der Gründungsmitglieder des Aktionsbündnisses K+S stattgefunden. Hintergrund ist der derzeitige Produktionsstillstand des Standortes Hattorf des Werkes Werra der  K+S KALI GmbH. „Es kann nicht sein, dass die Bänder am Standort Hattorf im Jahr 2017 eine längere Zeit stehen, als dass produziert wird“ , äußern sich die Bürgermeister der Kalikommunen Daniel Iliev (Heringen), Andre Stenda (Hohenroda), Ralf Orth (Philippsthal) und Roland Ernst (Unterbreizbach) kritisch. Durch die witterungsbedingte Trockenphase musste die Produktion gleich zu Anfang des neuen Jahres für 6 Wochen eingestellt werden.

„Auf den ersten Blick erschien uns die genehmigte Versenkmenge von 1,5 Mio. Kubikmeter als ein positives Signal in Richtung einer höheren Produktionssicherheit. Der Teufel steckt jedoch im Detail“, so die Bürgermeister echauffiert. Die genehmigte Jahresmenge liegt weit unter der beantragten und benötigten Menge. Dies führt dazu, dass das Werk alles unternehmen muss, um Salzwässer mit immens hohen Kosten abzutransportieren und damit die Wirtschaftlichkeit des gesamten Werkes gefährdet. Zudem enthält der Bescheid eine Auflage, wonach K+S maximal 5.000 Kubikmeter pro Tag versenken darf, was wiederum mit weiteren Bedingungen verknüpft ist. So wird zum Beispiel in Phasen mit sehr hoher Werra-Wasserführung die Versenkung nicht genutzt. „Das ist so, als würde man einem Mitarbeiter ein Monatsgehalt von 4.000 € zusagen, im gleichen Zuge dieses Entgelt aber auf wöchentlich 900 € beschränken“, zogen die Betriebsratsmitglieder André Bahn und Stefan Böck einen treffenden Vergleich. In einem hydrologischen Normaljahr ist eine durchgehende Jahresproduktion aufgrund der bestehenden Versenkgenehmigung damit ausgeschlossen. „Wir haben durch die Versenkgenehmigung zwar eine verbesserte Planungssicherheit, von einer durchgehenden Produktion sind wir jedoch leider weit entfernt, wenn der Standort Hattorf im hydrologischen Normaljahr 70 Tage steht“, gaben die Gründungsmitglieder zu bedenken.

„Wir werden uns auch weiterhin für die Kalikumpels einsetzen“, sind sich die sechs Initiatoren des Aktionsbündnisses K+S einig. Übereinstimmend honorieren sie das soziale Engagement von Unternehmen und Betriebsrat in dieser schwierigen Phase. „Alle sind bemüht, eine langfristige Arbeitsplatzsicherheit für die Kalikumpels zu schaffen. Hierfür müssen aber auch die Rahmenbedingungen stimmen“, geht die Forderung des Aktionsbündnisses an die politischen Entscheider - mit der Bitte um Unterstützung bei der Umsetzung eben dieser Rahmenbedingungen. „Wir werden weiterhin alles daran setzen, eine dauerhafte Produktionssicherheit im Interesse der vielen Beschäftigten von K+S zu schaffen“, so die Gründungsmitglieder abschließend.  

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